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Hilden
Miss Sunny ist unterwegs nach Seoul

Hilden: Miss Sunny ist unterwegs nach Seoul
Sunny Woodpecker überlegt, was sie zur Wahl der „Miss World University“ in gut zwei Wochen in Korea anziehen soll. Ein Dirndl könnte es sein. Noch aber ist die 28-Jährige Miss in Hilden. FOTO: Stephan Köhlen
Hilden. Die Hildenerin Sunny Woodpecker vertritt Deutschland in Korea bei der Wahl der "Miss World University". Von Ulli Schmidt

Ihr Name ist Sunny! Miss Sunny S. Woodpecker! "Das ist kein Künstlername!", versichert die Blondine, die in Sindelfingen bei Stuttgart zur Welt kam – und heute in Hilden wohnt. Väterlicherseits seien Engländer im Stammbaum.

Ihr Titel ist garantiert echt, denn erst vor wenigen Wochen wurde sie anlässlich der Miss-Wahlen NRW zur Teilnehmerin an der "Miss World University" gekürt. Betonung auf University, denn dieser Wettbewerb wird seit 1986 in Süd-Korea für besonders schöne, studierende Frauen dieser Welt ausgeschrieben. Auch für Fernstudentinnen, die Kurse in Journalistik belegen, zählen dazu. So kommt es, dass Sunny aus Hilden nun international am 19. Dezember in Seoul am Start ist, um für Deutschland gegen rund 70 Konkurrentinnen weltweit den Titel zu gewinnen.

Und sie macht sich schon Gedanken zum Kofferpacken: "Ich glaube, ich ziehe ein Dirndl an." Dazu würden eventuell weibliche Kurven gehören. Leider aber haben vor Miss-Wahlen Kekse und Kalorien keine Chance. Eigentlich sei sie mit ihrer "typischen Sanduhrfigur" zufrieden. Mit ihren 1,66 Metern Größe und 55 Kilo Gewicht. Figur-bedeckt vom schwarzen Oversize-Pullover, der die dünnen Schultern frei lässt, und unterstützt von 12 Zentimeter Plateau-Stiefelletten kommt die 28-Jährige mit viel Schminke, perfekt manikürten Fingernägeln und noch mehr Selbstbewusstsein zum RP-Gespräch.

Bei schwarzem Kaffee verrät sie: "Ich wohne ganz in der Nähe." Auch, dass sie nach ihrem Realschulabschluss in Baden-Württemberg erst einmal eine solide Lehre als Hotelfachfrau absolvierte. Aber: "Ich habe schon als kleines Kind auf dem Sofa am liebsten für meinen Papa vor dem Foto-Apparat gemodelt." Als sie knapp 15 Jahre alt war, hingen schon großformatige Plakate mit ihrem Konterfei in Leonberger Einkaufszonen.

Sunny war auch als Reporterin für verschiedene, meist private Sender unterwegs: "Für mich war immer schon klar, dass ich in die Medien will." Vor fünf Jahren zog sie ins Rheinland: Köln bot die Sender. Düsseldorf hieß damals die Stadt zum Wohnen. Sie habe sich anschließend als Moderatorin einen Namen gemacht. Ausbildung? "Autodidaktin!" Kontakte? "Durch Freunde!" Werbung? "Durch Social Media". So kam sie auf große Messen wie die "Anuga" in Köln. Dort fütterte Reiner Calmund sie mit Bio-Hafer-Keksen. Und auf dem Sport-Presseball in Frankfurt, sprach sie mit Edmund Stoiber, der sie – etwas rotweinselig – mit seiner Tochter verglichen habe.

Derlei Moderationstätigkeiten sieht man auf Youtube. In Hilden war Woodpecker zwei Jahre für den Sender "Yuniq on Media TV" tätig, den es an der Walder Straße heute nicht mehr gibt. Sie arbeitete dort als Redakteurin und Moderatorin für die Formate "Pop Corner" (wöchentlich) und "on Music" (täglich). Und dann wäre da noch eine TV-Karriere zu erwähnen, deren Höhepunkte sich bislang in Single-Shows abspielten. Sie hat "Das perfekte Date" erlebt, war auf hohen Hacken als "Reality Queen auf Safari" vier Wochen in der Wüste unterwegs – und sogar die Vierte aller Auserwählten für den "Bachelor" – in der Schweiz! "Als Nummer 4 von 21 Blondinen."

Jetzt aber möchte Sunny S. Woodpecker weg vom "Trash"-TV. Sie wird ab Januar ein Volontariat bei RTF 1, einem regionalen TV-Sender in ihrer Heimat beginnen. "Normalerweise braucht man für so was ein Studium." Sie aber habe durch ihre praktische Erfahrung in der Vergangenheit bei der Bewerbung gepunktet. Selbstverständlich auch durch ihr Äußeres. Michelle Hunziker sei ihr schließlich nicht unähnlich und ihr Vorbild. Reisen und gutes Essen ihr Hobby. "Ich esse wie ein Scheunendrescher, kann aber schnell abnehmen.", erklärt das Modell.

Frank Altmann, Profi- Fotograf aus Wuppertal weiß zu schätzen: "Wie sie mit den Blicken spielt." Freundinnen hat Sunny mittlerweile auch in Hilden. Und ihre persönlichen Beauty-Tipps gibt sie auch gerne weiter: Viel Wasser trinken, Wimpernverdichtung, Haar- und Gesichtskuren und regelmäßiges Training in einem Hildener Gym.

 
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