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Hilden
Misshandlungs-Prozess muss verschoben werden

Hilden. Der Prozess um massive Misshandlungen von autistischen Kindern in einer Educon-Einrichtung steht auf der Kippe. Gegen fünf Ex-Erzieher der Einrichtung sollte von heute an wegen Misshandlungen, besonders schwerer Körperverletzung und Freiheitsberaubung verhandelt werden. Diesen Termin hat das Landgericht jedoch abgesagt, weil einer der Richter krank ist. Nach RP-Informationen hat aber auch eine 43-jährige Gruppenleiterin, die hier als Hauptangeklagte gilt, ein Attest eingereicht, wonach sie weder verhandlungs- noch reisefähig sei.

Das will die Strafkammer nun prüfen. Als nächster möglicher Prozesstermin ist bisher der 7.Juli geplant. Seit 2008 laufen die Ermittlungen gegen elf Ex-Mitarbeiter der Hildener Kinder-Einrichtung. Im April 2013 wurde Anklage erhoben, jetzt sollte zumindest gegen fünf Erzieher der Prozess starten. Die Leiterin zweier Wohngruppen und vier ihrer Mitarbeiter (darunter ihr Ehemann) waren laut Anklage dafür verantwortlich, dass autistische Kinder vielfach gequält worden sein sollen.

Ob gegen die restlichen sechs tatverdächtigen Ex-Erzieher ebenfalls verhandelt werden wird, ist noch unklar. Sollte sich die Erkrankung der Ex-Gruppenleiterin als dauerhaft herausstellen, könnte sich der Verhandlungsstart um mehrere Monate verzögern.

(wuk)
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