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Hilden
Mode für See und Meer

Hilden: Mode für See und Meer
Flip-Flops in Bonbonfarben sind im Trend. FOTO: Matzerath, Ralph (rm-)
Hilden. Ab ins Wasser - über die Kunst, einen passenden Bikini zu finden und T-Shirts, die vor der Sonne schützen. Von Dirk Neubauer

So glüht der Sommer. Für Gilla Süß kann es gar nicht heiß genug sein. Denn das ist ihre Saison, wie gleich rechts neben dem Eingang des Shops an der Wasserskianlage in Berghausen deutlich wird. Eine ganze Wand voller Flip-Flops gibt es dort, alle Farben, alle Formen, alle Materialien - das lässt schon in Gedanken den Sand zwischen Zehen hindurchrieseln. Aktuell sind Naturtöne und natürliche Materialien gefragt - zumindest optisch sind solche Sommer-Sohlen klar in der Überzahl...eine coole Sonnenbrille und ein 80er-Jahre Badeshort mit großen Blumenmotiven dazu - fertig ist das Berghausener Herren-Strandoutfit. Für die Damen gibt es hier eine riesige Auswahl Bikinis oder Tankinis. Letztere haben eine Verbindung zwischen Unter- und Oberteil. Luftige Strandkleider und Taschen vervollständigen den Sommer-Sonne-Look.

Ein Toddler war ursprünglich ein Kind zwischen eins und drei. Mittlerweile hat sich der Begriff übertragen auf die Schutzkleidung für die Jüngsten am Strand. Von sechs Monaten bis sechs Jahren reicht das Angebot an ufertauglicher Funktionsbekleidung - Overall oder T-Shirt und Hose - die nass werden kann, ohne sich vollzusaugen und den Kindern einen Lichtschutzfaktor von 50+ gewährt. Die schützenden Textilien gibt es an der Berghausener Wasserskianlage - dass sowas cool ist, müssen die Eltern ihren Jüngsten schon selbst beibringen.

Am anderen Ende der Kundenskala stehen die, die von den Runden auf dem See nicht genug bekommen können. Was muss ein angehender Wakeboarder - das sind Wasserskiläufer mit nur einem Ski - investieren? Gilla Süß kalkuliert kurz im Kopf. "Eine Erstausstattung ist bei uns für weniger als 500 Euro zu haben." Dafür gibt es ein im Preis herabgesetztes Board aus der vergangenen Saison, einen Neoprenanzug, der seine Grundfunktionenerfüllt und - ganz wichtig - einen Helm, der den Kopf schützt, in dem sich der Gedanke gebildet hat, auf nur einem Brett über die Wasseroberfläche gleiten zu wollen.

Wer Erfahrungen gesammelt hat, darf die Ausrüstung nach Belieben aufstocken. Was Gilla Süß über die Qualitäten unterschiedlicher Neoprenanzüge zu berichten weiß, füllt ein ausgiebiges Verkaufsgespräch. "Falls wir mal eine Größe nicht vorrätig haben sollten, können wir innerhalb weniger Tage nachbestellen", sagt sie zum Abschied.

Marc Schmidtlein versucht, den Strand an die Hildener Mittelstraße zu zaubern. Bei Intersport Borgmann regiert im Damenbereich das Schlagwort "Mixed and Match". Dabei geht es um den wirklich passenden Bikini. Ohne aufdringlich werden zu wollen, haben Schmidtlein und seine Verkäuferinnen festgestellt, dass viele Frauen mit einer Bikini-Größe nicht auskommen. "Deshalb können sie bei uns sehr häufig ein Unter- und ein Oberteil in verschiedenen Größen kombinieren - damit es wirklich passt."

Die angesagten Strandteile der Sommersaison 2015 im Überblick: Vor allem die Teens stehen laut Schmidtlein auf eine Art Häkeloptik - vermutlich weil sie die einzigen sind, die so etwas tragen können. Bei Flip-Flops muss es laut Schmidtlein Markenware sein - 59,95 Euro für eine Latsche mit Logo werden gezahlt. Große Sonnenbrillen mit selbsttönenden Gläsern und Longboards vervollständigen die Liste der begehrten Teile. Während die Kunden in Ferien-Vorfreude den Laden an der Mittelstraße verlassen, macht sich Marc Schmidtlein so seine eigenen Gedanken. Denn in knapp vier Wochen kommt schon die Herbst-/Winterware.

Quelle: RP
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