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Hilden/Monheim
Moscheebau: So halten es Städte der Region

Hilden/Monheim. Die Stadt Monheim will den Neubau zweier Moscheen mit insgesamt 900.000 Euro unterstützen. Dies ist zumindest in der Region ein Novum. Die RP fragte, wie andere Städte verfahren.

Langenfeld In der Posthorn-Stadt gibt es eine Moschee - die des Türkisch-Islamischen Kulturvereins an der Industriestraße in Immigrath. Wie der Straßenname andeutet, handelt es um ein altes Industriegebiet. In den 1970er Jahren waren noch mehr als 2000 Arbeiter in den später stillgelegten Röhrenwerken von Mannesmann beschäftigt. Inzwischen finden sich auf dem Areal Handel, Gewerbe, kleinteiligere Industrie und eben auch die Moschee.

In den Jahren 2003/04 ließ der Kulturverein, der dem unter staatlicher türkischer Aufsicht stehenden Dachverband Ditib angehört, ein Verwaltungsgebäude von Mannesmann zur Moschee mit Gemeindezentrum (ohne Minarett) umbauen. Den Kaufpreis für die Immobilie in Höhe von einer halben Million Euro finanzierte der Verein durch den Verkauf seines alten Betsaal-Grundstücks sowie durch einen Kredit.

Hilden In der Itterstadt sind die türkische und die marokkanische Moschee von den jeweiligen Moscheevereinen selbstständig errichtet und finanziert worden. "Die Stadt hat weder Mittel noch das Grundstück zur Verfügung gestellt", sagt Norbert Danscheidt, Erster Beigeordneter. Die Arrahman-Moschee der Marokkaner wird vom Monheimer Bürgermeister als Vorbild für die geplanten Objekte in seiner Stadt angepriesen. Eröffnet wurde der Neubau an der Telleringstraße 2013. Er zeichnet sich durch ein pfeilerartiges Minarett auf quadratischem Grundriss aus, das sich nach oben hin stufenweise verschlankt. Der Gebetsraum mit einem Grundriss aus einem Viereck und einem Sechseck sowie die Außenfassade aus in Streifen angeordnetem, weißen und hellgrauem Kalksandstein wirken im Kontrast zum Backstein der benachbarten Industriebauten modern. Glänzender Steinzeugboden und Edelstahlgeländer setzen im Innenbereich die Linie fort.

(gut/-dts)
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