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Kreis Mettmann
Nachbarin vereitelt Trickdiebstahl

Kreis Mettmann. Dem beherzten Eingreifen einer Nachbarin (75) ist es zu verdanken, dass eine 90-Jährige Langenfelderin kein Opfer von Trickbetrügern wurde.

Wie die Polizei gestern mitteilte, haben am frühen Dienstagabend drei Frauen an der Wohnungstür der alten Dame geklingelt. Die Frau ließ sie herein. Eine aufmerksame Nachbarin (75) im Mehrfamilienhaus mischte sich mutig ein und sprach die drei Frauen an. Mit den Worten: "Oh, dann sind wir hier wohl falsch!", verließen die drei Unbekannten fluchtartig Wohnung und Haus. Die sofort alarmierte Polizei konnte sie nicht mehr aufspüren. Die Frauen werden wie folgt beschrieben: Sie waren alle drei auffallend klein, zwei Frauen waren zwischen 50 und 60 Jahren alt und hatten dunkle Haare, ein davon trug eine Steppjacke. Die dritte Frau war deutlich jünger, hatte lange dunkle Haare, trug einen Mantel und führte einen Stoffbeutel mit.

Die Polizei lobte gestern ausdrücklich das Eingreifen der Nachbarin, die so vermutlich einen Diebstahl verhindert hat. In diesem Haus habe die vielzitierte und oft von der Polizei angemahnte soziale Kontrolle gegen Trickdiebe funktioniert. Immer wieder warnt die Polizei im Kreis Mettmann insbesondere ältere Mitbürger davor, unbekannte Personen einfach in die eigenen vier Wände einzulassen. Schauspielerisch begabte Diebe und Betrüger an der Haus- oder Wohnungstür verwenden im Grunde nur ganz wenige Tricks, zu denen sie sich aber immer wieder auch neue Varianten einfallen lassen, warnt die Polizei: Sie bitten um Hilfe, eine Gefälligkeit, ein Glas Wasser oder Schreibmaterial für eine angebliche Nachricht an abwesende Nachbarn. Die Betrüger geben sich auch gern als Amtspersonen aus.

(og)
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