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Hilden
Nachbarstädte arbeiten beim Kindernotdienst mit

Hilden: Nachbarstädte arbeiten beim Kindernotdienst mit
Dr. Volker Soditt ist Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Solinger Klinikum. FOTO: Kempner
Hilden. In die Ambulanz am Solinger Klinikum sind jetzt auch Kinderärzte aus Haan und Hilden eingebunden. Dank der Zusammenarbeit können die Öffnungszeiten in der Kindernotdienstpraxis erweitert werden.  Von Günter Tewes

Fieber, Schwindel, eine Lungenentzündung oder beispielsweise Bauchschmerzen, die sich als eine Blinddarmentzündung herausstellen - schätzungsweise 7000 Patienten werden jährlich in der Solinger Kindernotdienstpraxis am Städtischen Klinikum behandelt. In Zukunft sind es mehr: Dr. Volker Soditt, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Solinger Klinikum und Obmann der Kinderärzte bei der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) erwartet, dass nun ein Viertel junger Patienten hinzukommen werden.

Denn vom 1. Oktober an teilen sich neben den bislang 14 Solinger Kinderärzten auch die sechs Kinderärzte aus Haan und Hilden in der Notdienstpraxis im Solinger Krankenhaus an der Gotenstraße den Dienst. Dank einer engen und guten Zusammenarbeit mit den Kinderärzten aus den beiden Nachbarstädten können die Öffnungszeiten in der Kindernotdienstpraxis vom nächsten Monat an um wöchentlich drei Stunden erweitert werden: mittwochs, freitags sowie samstags, sonntags und an Feiertagen jeweils von 17 bis 20 Uhr sowie zusätzlich Samstag, Sonntag und feiertags von 9 bis 13 Uhr.

"Wir haben in Selbstorganisation eine Lösung gefunden, die die hiesigen Gegebenheiten berücksichtigt", sagte Soditt am Dienstag. Auslöser ist nicht zuletzt die in Langenfeld geschlossene Notfallambulanz für Kinder, die für den Süden des Kreises Mettmann zuständig gewesen war. Auch für das Bergische Land wollte die Kassenärztliche Vereinigung ursprünglich nur noch eine einzige Großpraxis einrichten. Damit hätten die Solinger nach Wuppertal fahren müssen; und auch für Eltern erkrankter Kinder aus Haan und Hilden wäre der Weg weiter gewesen. Vor dem Hintergrund der Notdienst-Reform durch die Kassenärztliche Vereinigung könnte damit die in Solingen gemeinsam mit den Haaner und Hildener Kinderärzten geschaffene Lösung Modellcharakter für andere Städte haben. "Das ist im Sinne der Patienten", betonte Soditt. Wegen der kürzeren Wege bringe dies Eltern und Kinder Vorteile, aber ebenso den Kollegen. Denn sie würden mitunter die Patienten betreuen, die sie auch in der Praxis hätten.

Bereits seit 20 Jahren gibt es einen eigenen kinderärztlichen Notdienst in Solingen; und seit gut zwölf Jahren ist dieser mit der Praxis am Solinger Klinikum untergebracht. Drei Untersuchungsräume sowie ein Behandlungszimmer für Infektionskrankheiten stehen dafür zur Verfügung. Wenn nun zusätzlich sechs Kinderärzte aus den beiden Nachbarstädten eingebunden werden, stärkt dies den Standort Gotenstraße, wie Soditt erklärte. "Mit den Haaner und Hildener Kollegen unterfüttern wir die regionale Bedeutung der Kinderklinik."

Quelle: RP
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