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Hilden
Naturschützer lehnen A3-Ausbau ab

Hilden. Die Autobahn A3 soll laut Plänen der Bundesregierung bis zum Jahr 2030 zwischen Leverkusen und Oberhausen auf acht Spuren erweitert werden.

"Wo sich die A3 heute schon nach dem Ausbau auf sechs Spuren Mitte der 1980er Jahre durchzwängt, wären erneut umfangreiche Erd-, Abriss-, Rodungs- und Umbauarbeiten erforderlich", schreibt Claudia Roth, Sprecherin der BUND-Gruppe Hilden in einer Erklärung. "Zahlreiche Brücken müssten verbreitert, Gebäude abgerissen, Straßen, Plätze und Regenrückhaltebecken verlegt werden. Die Folge: Der Ausbau ist eines der teuersten Projekte in NRW. Mit 290 Millionen Euro beziffern die Planer die Kosten für knapp 20 Kilometer Strecke zwischen Leverkusen und Kreuz Hilden."

Der Nutzen sei fragwürdig: Der Verkehr auf der A3 fließe in der Regel. Stau gebe es dann, wenn Baustellen oder Unfälle den Verkehrsfluss stören. Dies werde aber auch bei vier Fahrbahnen je Richtung nicht anders sein. Mehr Fahrbahnen bedeuten aber auch mehr Verkehr und damit Lärm. Die Hildener Bevölkerung stehe schon heute als Verlierer des Ausbaus fest.

Auch für die Natur bringt das Projekt nur Nachteile mit sich. Die A 3 läuft entlang der Bergischen Heideterrasse. Durch Erweiterung der Autobahn würden Flächen in der Hildener sowie der Ohligser Heide und im Further Moor verloren gehen.

Die BUND-Ortsgruppe Hilden lehnt das Vorhaben deswegen ab. Noch bis zum 2. Mai führt das Bundesverkehrsministerium eine frühe Beteiligung zum Bundesverkehrswegeplan 2030 durch. Bürger sind aufgerufen, ihre Vorstellungen für die Investitionen in Erhalt sowie Aus- und Neubau der Bundesfernstraßen und die Bundesschienenwege bis 2030 mitzuteilen.

Infos unter "www.bund.net/themen_und_projekte/mobilitaet/"

(-dts)
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