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Hilden
Neanderthal-Museum bietet Seminar zum Bogenbau an

Hilden. In der Reihe der beliebten Bogenbauseminare des Neanderthal Museums in Mettmann stehen im August und September wieder zwei Wochenendworkshops auf dem Programm: Am 27./28. August und 3./4. September (jeweils 9 bis 18 Uhr) haben Interessierte (ab 16 Jahren bzw. 14 Jahren mit Begleitperson) die Wahl zwischen sechs verschiedenen Bogentypen: Gebaut werden kann etwa ein Wikingerbogen (nach einem Fund aus Haithabu, 10. Jahrhundert) samt Pfeilen mit für die Zeit typischen Knochenspitzen oder ein mittelalterlicher Langbogen inklusive Hornenden, selbst gedrehter Bogensehne sowie zwei Pfeilen mit Befiederung und Geweihspitzen. Aus dem Nydammoor (Dänemark) stammt das Vorbild (4./5. Jahrhundert) für den schlanken Nydambogen mit einer achteckig facettierten Spitze aus Geweih. Entscheiden kann man sich auch für einen alemannischen Langbogen (nach einem Fund aus dem 6. Jahrhundert aus Süddeutschland), einen Steinzeitbogen (Holmegaard-Typ, 8.000 v. Chr.) oder für einen Sudbury-Indianerbogen (Nordamerika, 17. Jahrhundert) inklusive zweier Pfeile mit Befiederung und Geweihspitzen.

Die Teilnahme kostet je nach Bogentyp etwa 200 Euro. Der Prähistoriker Dr. Johann Tinnes leitet die Workshops. Er baut seit vielen Jahren Bogen, Pfeile und Zubehör nach archäologischen und völkerkundlichen Vorbildern.

Die Werkzeuge für den Bogenbau werden zur Verfügung gestell. Anmeldungen (mit Angabe der Körpergröße für die Bemaßung der Bogenrohlinge und der vollständigen Adresse, da weitere Unterlagen per Post verschickt werden) an Dr. Johann Tinnes, Stuppstraße 13, 50823 Köln, Tel./Fax 0221-513877, Mobil 0172-2435593, eMail: "J.Tinnes.Pre-rec@arcor.de".

Quelle: RP
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