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Hilden
Netzwerkgruppen 50 plus sind in Hilden beliebt

Hilden. Vor zehn Jahren schrieb die Stadt Hilden erstmals Bürger von 50 Jahren aufwärts mit dem Ziel an, Aktivitäten, Interessen und Kompetenzen Älterer zusammenzuführen. Bis heute bildeten sich durch diese Initiative elf Netzwerkgruppen. Dort sind hochgerechnet bis zu 450 Ältere aktiv, schätzt Michaela Neissser, Sachgebietsleiterin Soziale Dienste im Rathaus. Am Samstag, 17. September, feiert die Gruppe Mitte West 1 ihr zehnjähriges Bestehen. Wolfgang Becker ist seit sieben Jahren Moderator dieser Gruppe - und begeistert. "Es ist eine richtig gute Gemeinschaft entstanden", sagt der 73-Jährige. Gemeinsam besuchen sie kulturelle Veranstaltungen, gehen ins Theater, ins Konzert und sogar auf Reisen. "Rund 40 Mitglieder beteiligen sich ständig an unseren Veranstaltungen", weiß Becker. Sie teilen aber nicht nur gute, sondern auch schwere Zeiten - so bekommen die Netzwerkgruppen einen wichtigen sozialen Mehrwert. "Ist beispielsweise jemand krank, dann kümmern wir uns." Kleine Mitbringsel wie Blumen oder andere Aufmerksamkeiten kommen aus der Kasse der Freud-und-Leid-Gruppe, die aus den Überschüssen von Veranstaltungen gefüllt wird. Von Eike Hövermann

Zwei Netzwerkgruppen im Norden der Stadt, zwei im Osten, zwei in Mitte West und drei in Mitte Ost sowie drei im Süden der Stadt sind an die fünf Nachbarschaftszentren Hildens angebunden, können dort Ressourcen nutzen, Rat einholen und die Räumlichkeiten nutzen. Wolfgang Beckers Gruppe gehört zum neu entstandenen Nachbarschaftszentrum St. Jacobus und wird dort am Samstag ab 11 Uhr im schicken Atrium (Mittelstraße 8) feiern. Neben Bürgermeisterin Birgit Alkenings wird auch der ehemalige Sozialdezernent Reinhard Gatzke erwartet. Stellwände mit großen Bildern sollen an das vergangene Jahrzehnt erinnern.

Sabine Kussel-Schmitz leitet die katholischen Nachbarschaftszentren in Hilden und findet das Prinzip der Zwar-Gruppen schlichtweg "klasse". "Es entstehen Freundschaften und es wird aufeinander geachtet." Auch wenn die Gruppen nach zweijähriger Betreuung selbstorganisiert sind, steht sie als Ansprechpartnerin immer zur Verfügung. Zudem entstünden auch über das Netzwerk hinaus sinnvolle Verknüpfungen. "So wie wir bei Vorhaben von Netzwerkseite helfen können, kommen Mitglieder auch zu uns und engagieren sich ehrenamtlich", freut sich Kussel-Schmitz. Gruppenmitglied Norbert Burgermeister bringt den Nutzen für sich und andere auf den Punkt: "Ich habe Menschen gefunden, mit denen ich Interessen teilen kann und außerdem hilft jeder dem anderen."

Quelle: RP
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