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Hilden
Neue Farbtupfer für Hildens Einzelhandel

Hilden: Neue Farbtupfer für Hildens Einzelhandel
Die "Nanu-Nana"-Filiale an der Ecke Mittelstraße/Axlerhof lockt nach dem Umbau des früheren Bekleidungsgeschäftes mit Geschenk- und Deko-Artikeln. FOTO: Alexandra Rüttgen
Hilden. Viel los war am Donnerstag bei Eröffnung der "Nanu-Nana"-Filiale an der Mittelstraße. Aber auch an anderen Standorten tut sich was. Von Alexandra Rüttgen

Bei "Nanu-Nana" an der Mittelstraße herrscht reges Treiben. Das Geschäft für Geschenkartikel und Wohnaccessoires feierte im ehemaligen Bekleidungsgeschäft von M&S seine Eröffnung. Zwischen Plüsch-Einhörnern und goldenen Glas-Ananas stöberten vor allem weibliche Kundinnen im poppig-bunten Angebot. Eine Bereicherung für Hilden? "Das glaube ich schon", antwortet Brigitte Gründer-Junk. "Viele Leute haben Interesse an Deko-Artikeln." Für Edelgard Andrzejewski ist der Vorteil von Nanu-Nana, "dass es hier nicht so sehr teuer ist. Es gibt nette Ideen zur Dekoration", sagt sie.

Nanu-Nana und bald auch Woolworth in Hilden - ist das noch ein hochwertiges Angebot? Edelgard Andrzejewski hat damit kein Problem. "Woolworth hat sich sehr verändert. Ich habe mir das mal in Haan angeschaut. Das ist nicht mehr so kürmelig wie früher."

Auch Volker Hillebrand vom Stadtmarketing sieht in dem neuen Mieter eine gute Lösung: "Ich würde Nanu-Nana nicht als Down-Trading betrachten. Man muss im stationären Einzelhandel heutzutage Konzepte anbieten, die gegen das Internet Bestand haben." Und da hat Nanu-Nana mit seinen Spontan-kauf-Artikeln klar die Nase vorn.

Das "bewährte Konzept" von Nanu-Nana und eine "längerfristige Bindung" der Einzelhandels-Kette an sein Ladenlokal - üblich sind in der Branche heutzutage oft nur noch Mietverträge von ein, zwei Jahren - waren denn auch die Gründe für Inhaber Rainer Lücke, sein Geschäft an Nanu-Nana zu vermieten. "Es ist ein Konzept, das in die Zeit passt", so Lücke.

Mit Nanu-Nana ist also ein prominenter Leerstand an der Mittelstraße geschlossen. Doch wie sieht es an anderen Standorten aus?

Woolworth: In die ehemalige Filiale von Strauss Innovation, Mittelstraße 101-103, zieht Woolworth. Zurzeit laufen Umbauarbeiten. Eröffnung ist Sprecherin Olga Bakanow zufolge Mitte Juli.

"Zart & Bitter": Iris Lang, Immobilienmaklerin bei Thimm Immobilien, klingt begeistert. Sie sucht zurzeit nach einem neuen Nutzer für das kleine Schokoladen-Geschäft "Zart & Bitter" an der Mittelstraße - und wenn alles gut geht, hat sie ihn gefunden. Viel darf sie noch nicht über den neuen Anbieter sagen, "aber es ist etwas buntes, junges, das mit gesundem, modernen Essen zu tun hat", verrät sie. Nach erforderlichen Umbauarbeiten soll es mit der Neueröffnung "relativ zügig" gehen, versichert Iris Lang.

Eisdiele San Marco: Das Ladenlokal am Axlerhof steht schon lange leer. Nach Informationen von Volker Hillebrand (Stadtmarketing) gibt es "Endverhandlungen mit einem potenziellen Nachmieter". Dieser komme aus dem gastronomischen Bereich. "Man mag sich und will zusammenkommen", weiß Hillebrand von beiden Verhandlungspartnern. Womöglich aber muss erst noch ein Umbau erfolgen.

Mittelstraße 82: Das Wohn- und Geschäftshaus zwischen dem neu eröffneten griechischen Restaurant "Yamas" und dem Ein-Euro-Laden "Sparschwein" an der Mittelstraße sieht heruntergekommen aus. Die Ladenlokale stehen leer, die Fenster der darüber liegenden Wohnungen sind blind. Welch ein Gegensatz: Das "Yamas"-Team hat formschöne und hochwertige Stühle und Tische nach draußen gestellt - eine Bereicherung. Und direkt daneben: eine marode Fassade. "Es wäre schön, wenn da was Vernünftiges reinkommt", sagt Jörg Plümacher. Er muss von seinem gegenüberliegenden Café "Röstzeit" täglich auf das hässliche Gebäude schauen. "Das ist kein schöner Anblick. Und ein Leerstand in der City ist nie gut", sagt er. Doch Volker Hillebrand vom Stadtmarketing weiß mehr: "Die Hütte ist Schrott. Ein Hildener Unternehmer hat die Immobilie verkauft. Er will das Haus abreißen lassen und neu bauen", berichtet er.

Schwanenstraße: Mehreren Leerständen an der Schwanenstraße ist anzusehen, dass sie so schon lange bestehen. Doch Hillebrand winkt ab: "Das ist keine Einzelhandelslage mehr. Diese Straße noch einmal in den innerstädtischen Lauf einbinden zu wollen, wäre vergebliche Liebesmühe."

Bismarckpassage: Für das Ladenlokal des Spielwarengeschäftes "Pinocchio" gibt es einen "sehr, sehr interessierten Mieter", sagt Immobilienverwalter Oliver Vennedey. Er freut sich über die Neueröffnungen von Nanu-Nana und Woolworth, empfindet sie als Bereicherung. "Und Hilden hat ja nach wie vor einen guten Ruf", sagt er. Jammern über Leerstände also sei "Klagen auf hohem Niveau", so Hillebrand.

Quelle: RP
 
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