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Hilden
Neue Haltestelle fürs Schulzentrum im Bau

Hilden: Neue Haltestelle fürs Schulzentrum im Bau
Die Großbaustelle kann umfahren werden. Nach dem Umbau sollen Schüler, Fahrer und Anwohner besser miteinander auskommen. FOTO: Ralph Matzerath
Hilden. Die Gerresheimer Straße ist zwischen Luisen- und Heerstraße noch für fünf Wochen gesperrt. Der Umbau kostet rund 300 000 Euro. Von Christoph Schmidt

Wenn rund 2500 Schüler zu Fuß, mit dem Rad, mit bis zu zehn Bussen oder per "Eltern-Taxi" morgens in das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, die Wilhelmine-Fliedner-Schule, die evangelische Gesamtschule und die Theresien-Mädchenrealschule strömen, herrscht auf der Gerresheimer Straße oft ein beängstigendes Durcheinander. Im Winter ist es gefährlich. Die Belange von Verkehr, Schulen und Anwohnern unter einen Hut zu bringen, war und ist nicht einfach. Was jetzt gebaut wird, verbessert die Verkehrssicherheit und kommt auch den Anwohnern entgegen, so die Hoffnung. Wegen des Umfangs der Umgestaltung kann nur in den Schulferien gebaut werden.

Rückblick: Auf Vorschlag eines Boni-Schülers richtete die Stadt vor sechs Jahren eine "Eltern-Haltestelle" ein und installierte versuchsweise eine lang gezogene Mittelinsel. Nach Beschwerden von 30 Anwohnern ließ die Stadt vom Büro StadtVerkehr aus Hilden eine verbesserte Lösung entwickeln. Und die sieht so aus: Die Mittelinsel wird in Richtung Bonhoeffer-Gymnasium verschoben. Dort trennt sie die Fahrbahn von einer Busbucht ab und schafft einen gesicherten Fußgängerüberweg. "Der Zebrastreifen liegt bewusst hinter den haltenden Bussen", so Harald Mittmann vom Tiefbauamt: "Wir hoffen, dass die abgesetzte Busbucht abholende Eltern davon abhält, sie als Parkplatz zu missbrauchen." Weil die Busse in einer "Bucht" stehen, blockieren sie nicht den Verkehr auf der Gerresheimer Straße, erläutert Stadt- und Verkehrsplaner Alexander Denzer die Vorzüge des Entwurfs. Verkehr von und zur Fliedner- und Theresienschule muss die Insel nicht überfahren. Gleiches gelte für die Ein- und Ausfahrt zur Tiefgarage von Anwohnern. Die "Eltern-Haltestelle" bleibt erhalten. Auch der Wunsch der Rheinbahn, dass ihre Busse vor dem Boni länger stehen können, wird erfüllt. Die Schulen haben sich bereit erklärt, für die Umsetzung 21 Quadratmeter Grundstück abzugeben.

Im städtischen Haushalt klafft ein Defizit von 8,4 Millionen Euro. 300 000 Euro sind da kein Pappenstiel. Deshalb wollte die CDU-Fraktion den Umbau auf 2016 verschieben. Die Mehrheit entschied im Hauptausschuss anders. Die Straße ist mittlerweile so kaputt, dass auf jeden Fall geflickt werden muss, erläuterte Mittmann. Das kostet zusätzliches Geld. Dann sollte die Sache jetzt richtig in Ordnung gebracht werden, entschied der Stadtrat - und gab die Mittel frei.

Die "Eltern-Haltestelle" (Halten nur zum Ein- und Aussteigen erlaubt) funktioniert nach Auskunft des Ordnungsamtes bis auf wenige Ausnahmen gut. Während der Schulzeit gilt auf der Gerresheimer Straße im Bereich des Schulzentrums von 7 bis 16 Uhr Tempo 30.

Quelle: RP
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