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Hilden
Neue WCs für Wiederhold-Schule

Hilden: Neue WCs für Wiederhold-Schule
Wann kommen die Handwerker?, fragen Sophia, Julian, Elif, Steven, Marcony, Judith Schumacher und Iris Hartmann (v.l.). FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Die Offene Ganztagsschule bekommt einen Schallschutz - aber beides nicht mehr in diesem Jahr. Von Christoph Schmidt

Die Walter-Wiederhold-Schule ist Teilstandort des Grundschulverbundes Schulstraße. Leiterin Renate Coenen hat die zukünftigen Erstklässler und deren Eltern für Samstag, 24. September, von 10 bis 12 Uhr zum "Tag der offenen Tür" mit anschließendem Schulfest (13 bis 16 Uhr am Hauptstandort Schulstraße) eingeladen. Dann wird sie eine gute und eine schlechte Nachricht für die Kinder der Wiederhold-Schule und deren Mütter und Vater haben. Die gute Nachricht ist: Die Sanitäranlagen werden endlich erneuert, die offenen Ganztagsschule erhält einen Schallschutz, der seinen Namen verdient. Das haben alle Fraktionen im Haupt- und Finanzausschuss einstimmig beschlossen und dafür rund 75.000 Euro im Nachtragshaushalt 2016 bereitgestellt.

Die schlechte Nachricht: Die Handwerker werden nicht mehr in diesem, sondern wohl erst im nächsten Jahr mit der Renovierung beginnen können.

Die Sanierung der Walter-Wiederhold-Schule ist überfällig. "Seit 20 Jahren hat keine Renovierung mehr stattgefunden", stellt Sybille Kley, Elternvertreterin in der Schulpflegschaft fest: "Das ist nicht mehr zu akzeptieren." Deshalb stellten Eltern, Schüler und Lehrer im Juni einen Bürgerantrag und baten um Abhilfe. Der Renovierungsbedarf ist auch für den Ersten Beigeordneten Norbert Danscheidt, zuständig für das Gebäudemanagement, unstrittig. Um alle Elternwünsche zu erfüllen, müssten mindestens 265.000 Euro investiert werden.

Doch die Finanzlage der Kommune ist extrem angespannt. Kämmerer Heinrich Klausgrete fehlen allein in diesem Jahr 10,4 Millionen Euro. Die Stadt steckt in diesem Jahr stolze 633.000 Euro in die Wiederhold-Schule und die angeschlossene Offene Ganztagsschule - für den Brandschutz. Weil die Sicherheit vor allem anderen steht. Die Elternvertreter zeigten Verständnis für die schwierige Finanzlage und baten, zumindest die Toiletten (und einen undichten Abwasserkanal) und den Schallschutz anzupacken. "Der Lärm in der Ogata verursacht bereits gesundheitliche Probleme", berichtet Ruth Prinzmeier, stellvertretende Vorsitzende der Schulpflegschaft: "Einige Kinder reagieren bereits aufgrund der hohen Stressbelastung mit Weinen und Flucht. Erzieherinnen mussten schon zum Arzt."

Warum dauert die Umsetzung der doch jetzt beschlossenen Maßnahmen so lange?, wollte Prinzmeier wissen. Der Nachtragshaushalt wird am 21. September vom Stadtrat beschlossen und muss dann vom Landrat genehmigt werden, erläutert Danscheidt. Die Sanierung muss geplant ("Wir werden das zügig angehen") und dann ausgeschrieben werden. Weil viel gebaut wird, haben Handwerker gut zu tun. "Wir haben keine Firma finden können, die den Abwasserkanal in den Sommerferien sanieren sollte", berichtet Danscheidt: "Das Geld stand bereit." Nach seinen Erfahrungen sei es unmöglich, ein Unternehmen zu finden, das die Sanierung in den Weihnachtsferien durchführt: "Dann machen alle Betriebsferien."

Quelle: RP
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