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Auf Ein Wort Robert Eiteneuer
"Neues Jahr - neues Glück" ?

Hilden. Wer kennt diesen Spruch nicht? Wir wünschen einander ein frohes und glückliches Neues Jahr. Dahinter steckt der meist ehrlich gemeinte Wunsch, dem anderen soll es im neuen Jahr gut, ja besser ergehen als im vergangenen.

Viele Menschen fassen am Silvesterabend oder am Neujahrstag einen oder mehrere Vorsätze, was sie im neuen Jahr besser machen oder auch erstmals neu in Angriff nehmen möchten. So manch einer von uns hat über Weihnachten und Neujahr gut und viel gegessen und hat sich vorgenommen, weniger und bewusster zu essen oder wieder Sport zu machen. Die Fitness-Studios verzeichnen zu jedem Jahresbeginn einen großen Zulauf neuer Kunden. Andere Mitmenschen haben sich vorgenommen, mit dem Rauchen aufzuhören oder weniger Alkohol zu trinken.

In der Silvesternacht jagen viele Menschen Millionen Euro in die Luft, erfreuen sich am Feuerwerk, am lauten Knallen. Die Lichter und der Lärm sollen das, was dunkel und schlecht war im alten Jahr, vertreiben. So mancher Tropfen Alkohol soll das Alte, Vergangene hinunter- und damit wegspülen.

"Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert", heißt ein bekanntes Sprichwort, das leider nur allzu sehr den oft langjährigen Erfahrungen mit sich selbst entspricht. Bald nach dem Jahreswechsel überwältigt die Macht der Gewohnheiten unsere guten Vorsätze. Der Alltag mit all seinem Stress und seinen Belastungen lassen die Vorsätze in den Hintergrund treten.

Was können wir tun? Was kann ich tun? Erst gar keine Vorsätze fassen? Sich gut überlegen, was man sich vornimmt, damit die Vorsätze realistisch und erfolgversprechend sind?

Zunächst einmal ist klar: Weder durch Alkohol noch durch Knaller und Raketen kann ich auch nur ein Problem lösen. Was nützen die best formulierten Vorsätze, wenn sie keine Grundlage haben in meinem Leben?

Wenn sich in meinem Leben etwas ändern soll, dann muss ich auf mich selbst blicken. Ich darf meine schlechten Seiten annehmen. Gott, der mich wie alle Menschen nach seinem Bild geschaffen hat, mag mich so, wie ich bin, mit meinen Stärken und mit meinen Schwächen. Wenn ich mit dieser Gewissheit mir etwas vornehme, das ich ändern will, wenn ich mich nicht überfordere, sondern aufmerksam und liebevoll mit mir umgehe, kann ich mich verändern.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes neues Jahr 2016. Mit diesem Bewusstsein bringt Ihnen das neue Jahr vielleicht Glück.

Quelle: RP
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