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Hilden
Neues Start-up im Gewerbepark Süd

Hilden. Mit der Firma "SIB Tooling" hat sich ein Werkzeughersteller angesiedelt, der noch viel Entwicklungspotenzial hat. Von Alexandra Rüttgen

Bürgermeisterin Birgit Alkenings und Wirtschaftsförderer Peter Heinze feierten jetzt den jüngsten Neuzugang im Gewerbepark Süd: Die Firma "SIB Tooling" hat seit kurzem hier ihre Adresse. Sie stellt individuelle Zerspanungswerkzeuge und Sonderlösungen für den Maschinen- und Anlagenbau her. Ein weiteres Betätigungsfeld sind Verschleißschutz-Komponenten aus Hartmetall.

Die Firma ist neu, aber die beiden Gründer sind schon lange im Geschäft: Der Techniker und Werkzeugmachermeister Peter Suxdorf, Jahrgang 1969, verfügt über technisches Wissen aus mehr als 20 Jahren selbstständiger Tätigkeit und Expertise im Bereich der Zerspanungstechnik. Mathis Schweitzer, Jahrgang 1964, sammelte als Industriekaufmann und Vertriebler im metallverarbeitenden Mittelstand, im technischen Handel und freiberuflich 30 Jahre lang Erfahrungen und Kontakte. Über einen gemeinsamen Bekannten lernten sie sich 2010 kennen und fanden auch beruflich zueinander.

Gemeinsam haben sich Suxdorf und Schweitzer jetzt einen Traum erfüllt: Im Gewerbepark-Süd bieten sie unter anderem Individualwerkzeuge und individuelle Schneidtechnik, zum Beispiel für Gummiwalzen und Sonderbauteile. "Auf unsere Highend-Maschinen sind wir sehr stolz", sagt Peter Suxdorf. "Vom Fünf-Achs-Schleifen bis zum Mehr-Achs-Fräsen ist mit ihnen fast alles möglich." Bei SIB Tooling kann der Werkzeugmacher endlich seiner eigentlichen "Berufung" nachgehen und gemeinsam mit dem Kunden innovative Sonderlösungen entwickeln und bauen. Den kaufmännischen Part übernimmt bei SIB Tooling Mathis Schweitzer. Dem Ratinger liegt das Verkaufen im Blut. "Viele unserer Kunden kennen uns bereits von früher." Der Abnehmerkreis kommt zum großen Teil aus Deutschland, einige Produkte liefert SIB Tooling auch in die USA, nach Österreich, in die Schweiz, in die Benelux-Union, nach England und Dänemark. "Die Auflage reicht in der Regel von fünf bis 500 Stück", erklärt Schweitzer. Um der starken Nachfrage gerecht werden zu können, hat die Doppelspitze bereits einen dritten Mann mit ins Boot geholt: "Er ist Werkzeugmacher alter Schule, mit dem Geist von heute und 30 Jahren Erfahrung. So jemanden findet man selten!", sagt Schweitzer. "Künftig werden wir noch weitere Mitarbeiter brauchen", erläutert der Kaufmann. Auch über die Einrichtung eines Ausbildungsplatzes denke man angesichts des Fachkräftemangels nach. Es gebe genug Spielfelder, Ideen und Kontakte, um mindestens fünf weitere Leute einzustellen. "Zuerst müssen wir uns aber fertig eingespielt haben und angekommen sein."

Auch für Hilden ist die Ansiedlung der SIB Tooling in mehrfacher Sicht ein Gewinn: "In Hilden gibt es viele kleine und größere Unternehmen, die individuelle Werkzeuge benötigen", sagt Bürgermeisterin Birgit Alkenings. "Zum Beispiel im Bereich Automotive." Nicht immer haben diese Firmen aber die nötigen Spezialkenntnisse oder Kapazitäten, um sie selbst herzustellen. In Zukunft finden sie in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft Hilfe.

Neben jungen Start-ups wagt immer häufiger auch die Generation 40 plus den Schritt in die Selbstständigkeit: "Diese Existenzgründerinnen und -gründer können in der Regel auf jahrzehntelange Erfahrung in ihrer Branche zurückgreifen", erklärt Wirtschaftsförderer Heinze. "Sie bringen nicht nur Know-how mit, sondern häufig auch Kunden und Kapital."

Quelle: RP
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