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Hilden
Noch immer Park-Chaos am Job-Center

Hilden. Es fehlen Parkplätze für Mitarbeiter und Besucher. Kunden weichen ins angrenzende Wohngebiet aus. Von Christoph Zacharias

Nach wie vor herrscht Chaos rund ums Job-Center an der Marie-Curie-Straße in Mettmann. Die Parkplätze des Jobcenters und der Agentur für Arbeit reichen nicht einmal für die 250 Beschäftigten aus, geschweige denn für die Besucher, die täglich die Behörde aus anderen Städten im Kreis ansteuern.

Vor einem Jahr gingen Anwohner aus dem Neubaugebiet Karpendelle auf die Barrikaden. Fremde Autofahrer parkten im Wohngebiet und in Spielstraßen, gefährdeten Kinder und nervten Bewohner. Der Bauherr des Job-Centers kam vor Beginn der Bauphase zu dem Ergebnis, dass 100 Parkplätze ausreichen würden.

Diese Berechnung erwies sich als falsch. Auch Bürgermeister Thomas Dinkelmann schaltete sich ein. In einem Brief an die Anwohner vom 4. Dezember 2015 gab er zu, dass die Parksituation nicht zufriedenstellend sei. Dinkelmann unterstützte den Vorschlag der Verwaltung, am Beginn des Wohngebietes Schilder "Verbot für Kraftfahrer, ausgenommen Anlieger" aufzustellen.

So wurden dann auch kurze Zeit später diese Schilder aufgestellt. "Die Parksituation hat sich dadurch zwar nicht umgehend verbessert, da die Mitarbeiter des Arbeitsamtes dennoch im Wohngebiet geparkt haben, aber die Anwohner hatten die Möglichkeit, die Parkenden auf das Fehlverhalten hinzuweisen, so dass sich die Parksituation zumindest auf ein erträgliches Maß verbessert hat", sagt Anwohner Bastian Lampert.

Vor drei Wochen wurden die Schilder plötzlich wieder abgebaut. Telefonische Nachfragen bei der Stadtverwaltung resultierten in Aussagen, dass man nicht genug Personal hätte, die Einhaltung zu kontrollieren und daher die Schilder keinen Sinn machten. Nachdem aber der Druck durch die anrufenden Anwohner offenbar zu groß wurde, wurde versprochen, die Schilder wieder aufzustellen.

Dies ist auch geschehen - allerdings vor dem Arbeitsamt, so dass jeder Mitarbeiter oder Kunde des Arbeitsamts berechtigt ist, in die "Anliegerstraße" zu fahren und auch im Wohngebiet zu parken. Die Anwohner fühlen sich getäuscht.

Von neuen und zusätzlichen Parkplätzen ist keine Spur: Im Gegenteil: durch eine neue Feuerwehrbewegungszone sind 12 Parkplätze weggefallen.

Wie abstrus die Situation ist, zeigt folgende Begegenheit, die aus Kreisen der Anwohner zu hören ist: Ein Besucher des Jobcenters parkte seinen Wagen genau vor der Einfahrt von Reifen Wyngaard. Als Hilmar Beckmann, Mitarbeiter des Reifenhandels, den Mann darauf hinwies, dass Kunden nicht auf den Hof der Firma fahren könnten, hat er Beckmann kurzerhand Prügel angeboten.

Quelle: RP
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