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Zwischen Hilden und Solingen
Unbekannter legt Nagelköder in der Ohligser Heide aus

Ohligser Heide: Hund frisst Nagelköder
So oder ähnlich haben die Nagelköder wohl ausgesehen. FOTO: Berg
Hilden/Solingen. In der Ohligser Heide ist offenbar wieder ein Hundehasser unterwegs. Eine Labradorhündin fraß am Samstagabend einen Köder, der mit Nägeln versetzt war. Das Tier konnte durch schnelle Hilfe in der Neandertal-Tierklinik in Haan gerettet werden.

Halter Carsten Becker war mit seiner Freundin und der Hündin auf Solinger Stadtgebiet unterwegs. Auf dem Verbindungsweg vom Hermann-Löns-Weg in Richtung Heidebad lief der anderthalb Jahre alte Vierbeiner an der langen Leine. Becker bemerkte, wie die Hündin am Wegesrand etwas aufnahm und herunterschluckte. Kurz darauf ging es dem Vierbeiner schlecht. Die Symptome ließen Carsten Becker auf eine Vergiftung schließen.

Das Paar kehrte nach Hause zurück und beobachtete ihren Hund. Als es dem Tier immer schlechter ging, fuhren sie in die Tierklinik Haan. Dort fanden die Ärzte im Magen der Hündin mehrere, etwa drei Zentimeter lange Nägel.

Tierärzte: Köder könnte auch Gift enthalten haben

Sie ließen die Hündin erbrechen, um eine Operation zu vermeiden. Dabei kamen neben Resten von Schweine- oder Zwiebelmett nicht nur die acht Nägel, sondern auch ein grüner Gummiring ans Tageslicht. Die Tierärzte seien davon ausgegangen, dass der Köder wohl auch Gift enthalten habe, berichtet Becker.

Das habe sich aber nicht nachweisen lassen. Bereits einen Tag später am Sonntag konnte das Paar seinen Hund wieder in der Neandertal-Tierklinik abholen und mit nach Hause nehmen. Carsten Becker will Anzeige erstatten.

Hier lesen Sie, was Sie tun sollten, wenn Ihr Tier einen Giftköder schluckt.

Das Auslegen von Gift gilt juristisch gesehen aber nur als Ordnungswidrigkeit. Wenn Vierbeiner deshalb leiden oder sogar verenden, handelt es sich um Tierquälerei. Sie kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe bis 25.000 Euro bestraft werden.

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In den sozialen Medien rufen besorgte Hundehalter zu besonderer Vorsicht und Wachsamkeit in der Ohligser Heide auf. Hier gehen auch viele Hildener mit ihren Vierbeiner spazieren. Sollten weitere Nagelköder gefunden werden, bitte sofort die Polizei in Hilden oder Solingen informieren. Das gilt auch für verdächtige Beobachtungen. Ohne solche Hinweise können die Beamten gegen den oder die Hundehasser wenig unternehmen.

Quelle: RP
 
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