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Hilden
Per Handy auf den Spuren der Geschichte

Hilden: Per Handy auf den Spuren der Geschichte
Christina Dütjer vom Stadtarchiv zeigt die Benutzeroberfläche der App. Und so geht's: Erst die App herunterladen, dann den QR-Code scannen. Den gibt's unter https://biparcours.de/bound/hildennatsoz FOTO: Stephan Köhlen
Hilden. Das Stadtarchiv hat ein Smartphone-Programm über "Hilden im Nationalsozialismus" online gestellt. Es ist kostenlos. Von Michael Kremer

Die Stadt Aachen hat eine, auch der Grugapark in Essen und der NRW-Landtag in Düsseldorf können mit einer Biparcours-App erkundet werden. Jetzt gibt es die Bildungs-App auch für Hilden: Das Stadtarchiv hat dafür eine Tour mit dem Titel "Hilden im Nationalsozialismus" erstellt und online gestellt.

"Der Parcours führt an 14 Orte, die für das Verständnis des Nationalsozialismus in Hilden von Bedeutung sind", erklärt Stadtarchiv-Mitarbeiterin Christina Dütjer. Sie war maßgeblich an der Erstellung der App beteiligt.

Die Biparcours-App ist ein Angebot von Bildungspartner NRW an schulische und außerschulische Lernorte. Schulen und andere Institutionen können mit diesem kostenlosen Lernwerkzeug beispielsweise Quizanwendungen, Themenrallyes, Führungen oder Stadt- und Naturrundgänge zu vielfältigen Fragestellungen und Themen erstellen. Sie wurde von "Bildungspartner NRW" zur Entwicklung digitaler Lernangebote in Nordrhein-Westfalen konzipiert. Daran beteiligt sind unter anderem Bibliotheken, Museen, Archive und Medienzentren.

"Die App richtet sich hauptsächlich an Schüler, aber natürlich dürfen sich auch Erwachsene damit weiterbilden", sagt Dütjer. Um mitzumachen, sind ein Smartphone oder ein Tablet erforderlich. Damit kann dann jeder für sich oder im Team auf Entdeckungstour durch Hilden gehen.

"Noch mehr Spaß macht es, wenn verschiedene Teams gegeneinander antreten." Denn für die richtige Lösung der Quizfragen gibt es Punkte. Das Team mit den meisten Punkten gewinnt. Als erste Gruppe haben Mitglieder des Jugendparlaments die App getestet und positiv bewertet. 21 Fragen, sieben Aufgaben und 14 Orte beinhaltet die App. Der Hildener Biparcours startet am Alten Helmholtz an der Gerresheimer Straße. Ist die Aufgabe dort gelöst, geht es wie bei einer Schnitzeljagd weiter zur nächsten Station. Ein Pfeil zeigt dem Teilnehmer an, in welcher Richtung der nächste Ort zu finden ist. Darüber hinaus wird angegeben, wie weit der nächste Zielpunkt aktuell noch entfernt ist. So werden die Teilnehmer dann beispielsweise zum Gedenkstein im Stadtpark, zu Stolpersteinen und Gräbern auf dem Hauptfriedhof geleitet. "Das Ganze ist dann ein Spagat zwischen Information und Unterhaltung", erläutert Dütjer.

An den meisten Stationen müssen Multiple-Choice-Aufgaben mit vorgegebenen Antworten gelöst werden, wobei die Antworten vor Ort zu finden sind. "Wir haben uns damit richtig viel Mühe gegeben und viel Arbeit in die Erstellung gesteckt", erklärt Dütjer. Trotzdem kann sie nicht ausschließen, dass die eine oder andere Aufgabe missverständlich sein könnte. In diesem Fall ist das Stadtarchiv dankbar für jeden Hinweis.

Wer den kompletten Rundgang macht, muss dafür etwas mehr als eine Stunde einplanen. Wer möchte, kann sich über die App auch noch zusätzliche Informationen einholen. "Wir haben zu den meisten Orten einen Text beigefügt", sagt Dütjer. Diesen Text kann man sich auch vorlesen lassen - Vorleser ist Stadtarchivar Wolfgang Antweiler.

Quelle: RP
 
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