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Peter Püschel ist der neue Chef des Kunstvereins

Peter Püschel ist der neue Chef des Kunstvereins
Peter Püschel ist seit 2009 Mitglied des Verein "Kunst in der Stadt Haan". Zuletzt arbeitete er als Kassierer im Vorstand. Jetzt hat er das Amt des Vorsitzenden inne. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Die Kunst begleitet Peter Püschel sein Leben lang. Sie prägte ihn, sie verlieh ihm "die Leichtigkeit des Seins" für seinen Berufsalltag in verantwortungsvollen Positionen in mittelständischen Unternehmen in mehreren Städten Deutschlands. Beruflich bedingt zog er vor 22 Jahren nach Haan. Der neue Vorsitzende des Vereins "Kunst in der Stadt Haan" malt, sammelt Kunst mit Leidenschaft, genießt zusammen mit seiner Frau das überwältigende Kulturangebot im Umland und hat selbst Gedichte geschrieben. Von Gundel Seibel

Peter Püschel ist ein Feingeist. Und er ist ein Genießer. Die gute Küche seiner Ehefrau Juditha erlebt er wie Kunstgenuss und der Weitblick von der heimischen Terrasse über das Haaner Bachtal vermittelt dem gebürtigen Franken ein besonderes Wohlgefühl. Hier in Haan ist Peter Püschel angekommen. Hier hat er sich jetzt einer neuen Aufgabe gestellt. Vor kurzem übernahm er den Vorsitz des Vereins, dem er seit 2009 angehört, in dem er seit einem Jahr Vorstandsmitglied und Kassierer war. Im Vereinsvorsitz will er etwas bewegen, für die Künstler und für die Menschen. Der Haaner Kunstherbst wird in diesem Jahr zum 12. Mal fortgeführt. Noch umfangreicher werden Kunstobjekte der Haaner Künstler in den Geschäften präsentiert. Quasi wie in einer Galerie können die Werke angeschaut und beurteilt werden. Der Verein wurde ursprünglich für die Förderung und Betreuung des Brunnens auf dem Neuen Markt gegründet.

Die Organisation des beliebten Brunnenfestes ist wichtiger Teil der Arbeit, aber man wolle sich nicht darauf reduzieren lassen. So denkt Püschel über neue Aktionen seines Vereins nach. Mit der Volkshochschule Hilden-Haan plant er, fachmännisch geführte Kunst-Spaziergänge durch Haan zu organisieren. Mit anderen Haaner Vereinen und auch mit dem Kulturamt wolle man Kooperationen eingehen, um gemeinsam Projekte durchzuführen. Auch außerhalb des Kunstherbstes brauchen die Haaner Künstler Ausstellungsmöglichkeiten in der Stadt, meint Püschel. Eine charmante Idee ist zum Beispiel auch die Durchführung von Atelierbesuchen bei lokalen Künstlern. Kunstprojekte, etwa für Kinder oder für Senioren, kann sich der neue Vorsitzende vorstellen. Vorwiegend Ölbilder malt Peter Püschel, mal auf Leinwand, mal einfach nur auf Papier. Zwei Ateliers hat er. Das eine ist der zauberhafte Garten mit viel Grün im Hintergrund, das zweite ist seine Garage. Das hat einen pragmatischen Grund: Wenn er in seinem Arbeitszimmer malt, durchzieht der Farbengeruch das ganze Haus. Und das möchte der Künstler vermeiden.

Auch in seinem Kunstverein will er keine Sonderstellung. "Es gibt so viele hervorragende Künstler in unserem Verein, auf die ich stolz bin." Trotzdem hat er in den letzten Jahren schon Einzelausstellungen für sich organisieren können. In der Commerzbank hat er ausgestellt, im Seniorenheim Carpe Diem oder zum Beispiel auch beim Juwelier Geschwister Schmidt. Ein unverkäufliches Bild hängt im Wohnzimmer zu Hause, weitere in der Garage. Die Affinität zur Farbe ist überall erkennbar. "Ich möchte mit dem Verkauf meiner Bilder zumindest Farbe, Pinsel und Leinwand finanzieren ", sagt der leidenschaftliche Maler. Wenn er wieder einmal von dem Bild eines professionellen Künstlers begeistert ist, entscheidet Peter Püschel zusammen mit seiner Frau, ob das Bild gekauft wird. Sein Kunstverstand hat ihm Laufe der Jahrzehnte schon Bilder beschert, die er heute nicht mehr bezahlen könnte, weil die Maler schon international bekannt sind. Klaus Markgraf, Nachbar und durch seine besonderen Kunstausstellungen in der katholischen Kirche St. Chrysanthus und Daria ebenfalls ein ausgewiesener Kunstliebhaber, sagt über Peter Püschel: "Er ist ein Mensch, für den Kunst und Kultur ein ganz wesentlicher Teil seines Lebens ist. Und ich schätze ihn seit mehr als 20 Jahren als einen offenen und freundschaftlich verbundenen Nachbarn."

Quelle: RP
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