| 00.00 Uhr

Hilden
Politiker diskutieren Rentenkonzept

Hilden. SPD-Kandidat Jens Niklaus hatte Kerstin Griese in den Awo-Treff eingeladen.

Im vollen Saal des Haaner Awo-Treffs begrüßte SPD-Bundestagskandidat Jens Niklaus die Ausschussvorsitzende für Arbeit und Soziales im Deutschen Bundestag, Kerstin Griese. "Rente der Zukunft" war Thema ihres Gesprächs. Arbeiten bis 70? Für die SPD bleibt es beim Renteneintrittsalter, das in den nächsten Jahren bis 67 Jahre ansteigt: "Mit dem Konzept der doppelten Haltelinie berücksichtigen wir gute Renten, aber auch die Lasten der jüngeren Generation", sagte Griese. "Das Rentenniveau darf nicht unter 48 Prozentpunkte fallen, der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung nicht über 22 Prozentpunkte steigen." Außerdem will die SPD der Lebensleistung von Menschen mit durchgängig niedrigem Einkommen Respekt zeigen, indem sie die Einführung einer Solidarrente vorsieht: "Es kann nicht sein, dass über lange Strecken Erwerbstätige auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind", so Jens Niklaus. "Deshalb wollen wir für diese Menschen eine Solidarrente, die 10 Prozentüber dem Grundsicherungsniveau liegt."

"Wir wollen mittelfristig alle Berufsgruppen, Beamte und Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung miteinbeziehen", so Kerstin Griese. "Das ist eine Anlage aus dem österreichischen System. Wir müssen aber auch die Vorteile der Betriebsrenten mit in die Rechnung einbeziehen, dann sehen wir, dass das deutsche Rentensystem das stabilste der Welt ist."

Bei der regen Diskussion mit dem Publikum wurden viele Aspekte des Rentenkonzepts und den Lebenslagen Rentnern diskutiert. "Niedrige Einkommen müssen wir bei den Sozialbeiträgen entlasten", so Niklaus auf die Frage, wie Geringverdiener entlastet werden können. "Wo das steuerlich nicht möglich ist, müssen wir bei Kita-Beiträgen, paritätischer Krankenversicherung und Solidarzuschlag anpacken."

Der politische Mitbewerber biete keine Konzepte an, kritisierte Niklaus die CDU. "Über das SPD-Konzept lässt sich diskutieren, aber wir haben ein Konzept entworfen und durchgerechnet."

(-dts)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Hilden: Politiker diskutieren Rentenkonzept


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.