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Hilden
Polizei kontrolliert Fußgänger und Radler

Hilden: Polizei kontrolliert Fußgänger und Radler
Fußgänger und Radfahrer haben keine "Knautschzone". Ihre Fehler im Straßenverkehr sind daher oft folgenreich. FOTO: Staschik, Olaf (ola)
Hilden. Mal eben noch bei Rot über die Straße laufen oder verbotenerweise durch die Fußgängerzone radeln: Das ist nicht korrekt und ganz besonders am Donnerstag keine gute Idee. Denn dann hat die Kreispolizei in Ratingen, Hilden, Langenfeld und Monheim einen ganz besonderen Blick auf Fußgänger und Radfahrer, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten. "Korrekt" heißt die Aktion, die die Polizei schon seit vier Jahren durchführt - quasi ein "Blitzmarathon" für schwächere Verkehrsteilnehmer.

Fußgänger und Radfahrer besitzen nämlich keine "Knautschzone" wie Autos. Wenn es zu einem Unfall kommt, werden sie deshalb häufig erheblich verletzt. Gerade aber Fußgänger und Radfahrer unterschätzen immer wieder die Gefahren im Straßenverkehr, muss die Polizei feststellen. Durch eigenes Fehlverhalten oder zum Beispiel durch Nachlässigkeiten in der Fahrradausrüstung tragen diese beiden Gruppen zu Verkehrsunfällen bei, die sie durch "korrektes" Verhalten ganz einfach vermeiden könnten.

Wie - das können Bürger am Donnerstag von 9.30 Uhr bis 13.30 Uhr an einem Info-Stand der Polizei in der Hildener Fußgängerzone (im Bereich Mittelstraße/alter Markt) erfahren. Die Beamten werden dabei von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern vom Aktionsbündnisses Seniorensicherheit unterstützt.

Im vergangenen Jahr wurden im Kreis Mettmann 246 Fußgänger bei Verkehrsunfällen verletzt, davon 48 schwer und 179 leicht. Sieben Fußgänger wurden sogar getötet. Die Anzahl der verletzten Fußgänger stieg somit um 1,74 Prozent.

401 Radfahrer waren im vergangenen Jahr in Verkehrsunfälle verwickelt.; 68 wurden schwer, 295 leicht verletzt. Zwei Radfahrer wurden getötet. Die Anzahl der verletzten Radler stieg um 4,58 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

(cis)
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