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Hilden
Prinzen bereiten sich auf die Session vor

Hilden: Prinzen bereiten sich auf die Session vor
FOTO: Staschik, Olaf (ola)
Hilden. Mit Prinz Hildanus Sven I. und Prinzessin Hildania Petra II. stehen dem närrischen Volk eingefleischte Karnevalisten vor. Von Alexandra Rüttgen

"Eimol Prinz zo sin" - einmal Prinz zu sein, so lautet der Titel eines bekannten kölschen Karnevalsliedes. Auch Prinz Hildanus Sven I. wird sich in der kommenden Session diesen Traum erfüllen. Doch das Lied wird er wohl niemals vortragen: "Ich bin ein ganz schlechter Sänger", gesteht er lachend. Daher will er das närrische Volk mit anderen Qualitäten überzeugen. Sein Motto: "Ich werde so sein, wie ich bin. Ich bin Karnevalist das ganze Jahr über. Da brauche ich mich nicht zu verstellen."

Sven Döbgen und seine Ehefrau Petra sind das nächste Hildener Prinzenpaar. Eigentlich sind sie alte Hasen im närrischen Geschäft, denn Sven Döbgen (40) ist seit seinem 15. Lebensjahr im Karneval aktiv. Zunächst engagierte er sich im Tambourcorps Hilden Süd. Seit 2001 ist er Präsident der KG Rot-Weiss Hilden und hält damit zwei Rekorde: Er leitet die Geschicke des mit 20 Mitgliedern kleinsten Karnevalsvereins Hildens und ist zugleich dienstältester Präsident in der jecken Szene.

Gattin Petra (47) ist seit 2005 Mitglied der Karnevalsgesellschaft, übt seit 2009 das Amt der Schriftführerin aus. Bei Rot-Weiss lernte sie auch ihren späteren Ehemann kennen. "Er ist eigentlich immer gut gelaunt", sagt sie - auch ein Grund, sich in ihn zu verlieben. Seit dreieinhalb Jahren ist das Paar verheiratet.

Drei Kinder aus den jeweils ersten Ehen vervollständigen die Patchwork-Familie, in der das närrische Virus längst verbreitet ist: Benjamin, Sohn von Sven Döbgen, war 2013/14 Kinderprinz der Stadt Hilden. Seine Tochter Alina war ein Jahr später Hofdame. André, Sohn von Petra Döbgen, war schon in der Session 2008/09 Kinderprinz. Und die Stiefeltern von Petra Döbgen, Jürgen und Ilse Kapellen, traten bereits 2004 in der KG Rot-Weiss Hilden ein und bekleiden aktuell im Verein die Ämter als Kassen- und Pressewart.

Die Idee, sich als Prinzenpaar zur Verfügung zu stellen, wurde nach Ende der vergangenen Session erstmals am heimischen Küchentisch diskutiert. "Bei mir hat es schon Überzeugungsarbeit gebraucht", gesteht Petra Döbgen. "Ich mag es eigentlich gar nicht, im Mittelpunkt zu stehen." Und sie hätte keinesfalls mit jemand anderem als ihrem Ehemann das Amt übernehmen wollen. "Mein Mann hat lange Erfahrung", das sei ihr wichtig. Und womit wird Petra Döbgen das närrische Volk als Prinzessin Hildania überzeugen? Der Ehemann überlegt nicht lange. "Mit ihrem sympathischen Lächeln und ihrem freundlichen Auftreten."

Stief- und Schwiegervater Jürgen Kapellen freut sich schon auf die bevorstehende Session. Die KG Rot-Weiß feiert 2017 mit ihrem 66. Geburtstag ein wahrhaft närrisches Jubiläum. Damit verbunden war das Vorrecht, das Prinzenpaar stellen zu dürfen, erklärt er. Schnell war klar, dass der Präsident und seine Ehefrau dazu bestens geeignet sind. Sven Döbgen musste dazu nicht lange überredet werden: "Er würde es irgendwann bereuen, wenn er es nicht gemacht hätte", glaubt Jürgen Kapellen. Er ist davon überzeugt, dass Sven und Petra von den Hildener Jecken gut aufgenommen werden: "Sie wollen sich viel unters Volk mischen, ein Prinzenpaar zum Anfassen sein. Das kommt immer gut an."

Am 12. November werden sich Prinz Hildanus Sven I. und Prinzession Hildania Petra II. bei der Prinzenkürung den Hildener Narren vorstellen. Die Planungen dazu laufen bereits - jecke Überraschungen inklusive.

Quelle: RP
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