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Hilden/Haan
Private Ersatzschulen sind gefragt wie nie

Hilden/Haan. Fast die Hälfte aller Schüler in Hilden besucht eine private Ersatzschule. Das statistische Landesamt Information und Technik bezifferte den Anteil auf aktuell 43,7 Prozent. Damit gibt es in Hilden eine völlig andere Schulwelt als im Rest des Landes. Dort besuchen im Schnitt 8,3 Prozent der Schüler eine Ersatzschule.

Die Hildener Zahlen: Freie Christliche Grundschule (derzeit 150 Kinder, Verlust von 12,8 Prozent gegenüber dem vorigen Schuljahr, Anteil 7,9 Prozent), die kirchlichen Realschulen (1102 Schüler, Rückgang 8,2 Prozent, Anteil 87,7 Prozent), die evangelische Gesamtschule (250 Schüler, plus 117,4 Prozent, Anteil 100 Prozent) und das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (959 Schüler, minus drei Prozent, Anteil 53,9 Prozent). Auch Haan liegt mit dem Schüleranteil an Ersatzschulen deutlich über dem Landesschnitt. 427 Mädchen und Jungen besuchen derzeit die Freie Waldorfschule in Gruiten - ihr Anteil an der Schülerzahl in Haan insgesamt: 13 Prozent. Im Kreisgebiet sind es mit 4584 Schülern genau 9 Prozent aller Schüler, die eine private Ersatzschule besuchen. Vor 20 Jahren lag dieser Wert bei 6,6 Prozent, vor zehn Jahren bei 7,2 Prozent.

Wie die Statistiker mitteilen, handelt es sich bei den betrachteten privaten Ersatzschulen um staatlich genehmigte Schulen in freier Trägerschaft (zum Beispiel evangelische oder katholische Träger; Freie Waldorfschulen), die als verfassungsgemäßer Ersatz für öffentliche Schulen grundsätzlich die gleichen Unterrichtsinhalte bieten und in der Regel staatliche Prüfungen abnehmen.

(-dts)
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