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Hilden
Projekt hilft schwierigen Schulabgängern

Hilden. "Respekt" heißt ein Programm, das Jugendlichen helfen soll, doch noch eine Lehrstelle zu finden. Von D. Schmidt-Elmendorff

Nach gut einem Jahr der gemeinsamen Gesellschaft gegen Jugendarbeitslosigkeit "Bildung³", der auch die gemeinnützige Jugendwerkstatt Hilden angehört, fällt die Bilanz der zuständigen Bereichsleiterin sehr positiv aus. "Es ist sehr innovativ, dass wir uns gemeinsam verantwortlich fühlen, benachteiligten Jugendlichen einen guten Einstieg ins Arbeitsleben zu ermöglichen", sagt Simone Feldmann. In kleinen Systemen könne man nur sehr eingeschränkt agieren und auf veränderte rechtliche Bedingungen reagieren. "In der Jugendwerkstatt konnten wir immer nur kleine Maßnahmen stemmen", sagt Feldmann. Der Vorteil der Fusion der drei Jugendbildungseinrichtungen in Monheim, Langenfeld und Hilden: Man könne den Jugendlichen mit ihren individuellen Hemmnissen nun passgenauere Angebote machen.

Ganz neu ist das Projekt "Respekt", ein Pilotprogramm für schwer erreichbare Jugendliche. "Es gibt Jugendliche, die aus den Hilfesystemen rausgeflogen und die nicht mehr greifbar sind", sagt Feldmann. Diese Jugendlichen haben zwar mal Leistungen des Jobcenters ME-aktiv bezogen, dann aber resigniert und sind nicht mehr zu Terminen erschienen. Sie müssten also im Zuge einer aufsuchenden Sozialarbeit in Freizeiteinrichtungen oder im öffentlichen Raum ausfindig gemacht werden, um sie durch intensive Begleitung wieder in die Hilfssysteme zu integrieren.

Vor der Fusion konnte in der Jugendwerkstatt am Düsselweg nur eine solche Aktivierungsmaßnahme für 16 Jugendliche und junge Erwachsene angeboten werden. Die Teilnehmer, die durch die Geburt eines Kindes, familiäre oder persönliche Krisen ihre Bildungslaufbahn unterbrochen hatten, werden in einem Jahr mit den Tätigkeitsbereichen Holz oder Farbe vertraut gemacht. 2015 neu eingeführt,wurden auch ausbildungsbegleitende Hilfen für junge Leute, die gefährdet sind, ihre Ausbildung nicht erfolgreich abschließen zu können: Sie erhalten Stützunterricht, wenn sie schulische Probleme haben und auch eine sozialpädagogische Begleitung, wenn sie im Betrieb nicht zurechtkommen oder gerade eine private Krise durchmachen. Die Agentur für Arbeit finanziert sie. Insgesamt nehmen 140 Jugendliche im Südkreis daran teil.

Alle diese Maßnahmen sollen verhindern, dass Jugendliche dauerhaft im Sozialsystem hängenbleiben, betont Feldmann. Das sei schon deshalb sinnvoll, weil sich so langfristig Kosten sparen lassen.

Quelle: RP
 
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