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Hilden
Ratsfrau bestätigt Interesse an Kandidatur

Hilden. Claudia Schlottmann (CDU) wartet das Votum ihres Vorstands ab, bevor sie über Inhalte spricht. Von Gökçen Stenzel

Die Kandidaten für die Landtagswahlen im nächsten Jahr werden zwar erst im Oktober bestimmt, doch gibt es schon jetzt erste Runden in den Parteivorständen, die ihre Bewerber festlegen wollen. Heute sitzt der geschäftsführende Vorstand der Hildener CDU zusammen, am 18. Juli soll dann die Entscheidung darüber fallen, wer ins Rennen für die Union geschickt wird. "Dieser Vorstellung und Entscheidung werde ich nicht vorgreifen und nun vorpreschen", sagt Claudia Schlottmann.

Die Ratsfrau und Geschäftsführerin der Fraktion in Hilden bestätigt im Redaktionsgespräch aber ihr Interesse an einer Kandidatur für den Wahlkreis 36 (Langenfeld/Monheim/Hilden-Süd). "Ich bin von verschiedenen Parteimitliedern aus mehreren Städten darauf angesprochen worden, ob ich mich nicht aufstellen lassen möchte", so die 54-Jährige. "Wenn der Vorstand das unterstützt, bin ich dazu bereit."

Die CDU in Hilden hat sich erst vor zwei Wochen neu aufgestellt und ihren Vorstand stark verjüngt. Jörg Brandenburg, vier Jahre lang Vorsitzender, stand nicht mehr zur Wahl. Der neue Vorsitzende Michael Wegmann ist 23 Jahre alt, seine beiden Stellvertreter sind der 35-jährige Michael Klima und der 37-jährige Martin Falke. Ihnen muss sich Schlottmann, die seit 1981 Mitglied der Union ist, erst noch intensiver vorstellen. Sie führt seit 2011 die Geschäfte der CDU, ist seit langem in verschiedenen Landes-Arbeitskreisen der Partei aktiv und Vorsitzende des städtischen Ausschusses für Schule und Sport. In der Bildungspolitik sieht sie ihre Stärken, kommt aber bei Fragen der Entwicklung nicht weiter: Für Bildung ist das Land zuständig, "und ich fühle mich noch jung genug, etwas verändern zu wollen".

Schlottmann ist gelernte Betriebswirtin, hat viele Jahre im Marketing gearbeitet. Sie ist Mutter von zwei Kindern, Sohn Robert hat soeben sein Abitur am Bonhoeffer-Gymnasium bestanden.

Wahrscheinlich ist, dass der Langenfelder Hans-Dieter Clauser, der 2012 gegen den SPD-Mann Jens Geyer verlor, nicht erneut antritt. Der 66-Jährige ist vielen Langenfeldern bekannt geworden, weil er die Berufsfindungsbörse "BOB" in der Stadt eingerichtet und etabliert hat. Nun kann er anscheinend nicht mehr auf Unterstützung aus den eigenen Reihen zählen. Allerdings: Der Nominierungsparteitag ist erst am 27. Oktober in der Stadthalle. Völlig offen ist, wer sich für den Wahlkreis 37 (Erkrath/Haan/Mettmann und Teile von Hilden) aufstellen lässt.

Quelle: RP
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