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RP-Serie Fit Durch Den Winter (5)
Richtige Ernährung verträgt kleine Sünden

RP-Serie Fit Durch Den Winter (5): Richtige Ernährung verträgt kleine Sünden
Jacqueline Wittgens trinkt viel während des Trainings, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Fitness- und Ausdauertraining sind wichtig, doch auch der Blick auf die eigenen Essgewohnheiten lohnt. Weniger Zucker und gute Fette fördern die Gesundheit. Der Blick in den heimischen Kühlschrank verrät, wo es weitere Knackpunkte gibt. Von Birgit Sicker

In diesen Wochen lauern die Kalorien überall. Nicht nur vor Weihnachten, wenn Vanillekipferl, Pfefferkuchen oder Spekulatius zum Naschen verführen. Erst recht an den Feiertagen stehen die Zeichen auf Schlemmen. Der Gesundheit muss das aber nicht schaden. "Die Ernährung ist ein Ansatzpunkt in unserer Beratung", erläutert Gordon Geib. Der Personal Trainer von Wuppercoach will nicht nur den Körper mit Kraft- und Ausdauertraining fitmachen, sondern auch in ernährungswissenschaftlicher Hinsicht die Grundlagen für eine gute Figur schaffen. "In der Ernährungsbranche wird die Diskussion mit viel Halbwissen geführt", sagt Geib. Und betont: "Viele Produkte haben Zucker und ungünstige Fette." Das Ziel liegt daher auf der Hand: "Die Leute müssen verstehen, was sie essen."

Das Thema Ernährung gehört deshalb ganz selbstverständlich zum Repertoire von Wuppercoach. Ebenso wie Einkauftraining oder der gemeinsame Blick von Personal Trainer und Sportler in den eigenen Kühlschrank. "Die Leute sollen lernen, wie sie sich am besten ernähren", ist Geib hochmotiviert, auch auf diesem Gebiet Grundlagenarbeit zu leisten. "Jeder Einzelne kann etwas tun, damit er seine Ziele erreicht", sagt er.

Christstollen mit Marzipan-Füllung. FOTO: Cipolla

Wer er es richtig macht, darf weiter schlemmen. Und mit Freunden Plätzchen backen. "Es macht einen Riesenunterschied, welches Mehl man nimmt", erläutert Geib. Und ergänzt: "Entweder nehme ich Vollkornmehl oder Mehl mit hohen Typzahlen ab 1050." Und statt Zucker empfiehlt der Personal Trainer Agaven-Dicksaft. "Das hat einen geringeren Effekt auf den Blutzucker. Es gibt keinen starken Anstieg und keine Schwankungen", erklärt Geib den Effekt. Michaela Bickel, die seit einigen Wochen bei Wuppercoach trainiert, hat das inzwischen verinnerlicht. "Die Plätzchen schmecken toll, und durch den Saft entscheide ich selbst, wie süß ich das Gebäck haben will", sagt die Unternehmerin. Und sie hat erkannt: "Ich habe letztlich weniger Heißhungerattacken." Überhaupt ist es wichtig, das persönliche Geschmacksempfinden auf weniger süß zu trimmen. Doch Gordon Geib weiß, dass das kein leichtes Unterfangen ist. Die Gefahr lauert eben in jedem Supermarktregal.

Das gilt auch für das Fett im Essen. "Einfach ungesättigte, mehrfach ungesättigte und gesättigte Fette gibt es", führt Gordon Geib aus. Entscheidend aber sei das Verhältnis der Fette untereinander. "Ein höherer Anteil von einfach und mehrfach ungesättigten Fetten alleine kann den Cholesterinspiegel bereits positiv beeinflussen", unterstreicht Geib. Und empfiehlt deshalb hochwertige Öle wie Oliven- und Leinsamen- oder besser noch Rapsöl. "Das hat von Natur aus ein sehr günstiges Fettverhältnis für den menschlichen Organismus."

Michaela Bickel hat es probiert. "Das Rapsöl mit Buttergeschmack eignet sich sehr gut, um einen Braten zu machen", berichtet sie. Der Tipp, "anders zu konsumieren", fällt bei ihr auf fruchtbaren Boden. Deshalb nimmt sie jetzt in der Weihnachtszeit auch das Angebot an Glühweinen etwas genauer unter die Lupe. "Oft ist es der billigste Wein, den man sonst nicht trinken würde, und der wird mit viel Zucker aufgeschüttet", warnt Geib.

Michaela Bickel jedenfalls hat in den vergangenen Wochen ihre Geschmacksnerven gut trainiert. "Ich esse jetzt auch mehr Gemüse", berichtet sie. Denn die Geschäftsfrau hat längst verinnerlicht: Mehr Qualität in der Ernährung verhilft ebenso wie das Fitnesstraining zu mehr Lebensqualität.

Quelle: RP
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