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Hilden
Riesen-Ameisen aus Spielhaus vertrieben: 100 000 Euro Schaden

Hilden. Zunächst sah alles nach einem Wasserschaden aus. Dann erkannte Ralf Scheib, Leiter des Amts für Gebäudemanagement, dass er ein ganz anderes Problem hatte: Riesen-Ameisen. Ross-Ameisen hatten das Spielhaus auf dem Abenteuerspielplatz an der Richard-Wagner-Straße regelrecht durchlöchert. Es dauerte Wochen, bis das Ausmaß des Schadens feststand. "Der Schädlingsbekämpfer war fünfmal vor Ort", berichtet Bauleiter Hans-Joachim Hemminghaus: "Die Ameisen sind vernichtet. Wir gehen davon aus, dass wir mit den zusätzlich bewilligten 100 000 Euro auskommen." Das 13 Jahre alte Spielhaus auf dem Abenteuerspielplatz hat ein Holzständerwerk. Die Ameisen haben dicke Balken wie einen Schweizer Käse durchlöchert. Sie müssen ausgetauscht werden. Anders als Termiten fressen Ross-Ameisen kein Holz. Die Insekten gehören zur größten einheimischen Ameisenart. Die Arbeiterinnen werden mehr als einen Zentimeter groß. Das Nest ist weit verzweigt. Nur wenn die Königinnen beseitigt werden, stirbt das Ameisen-Volk aus. Von Christoph Schmidt

Die Toiletten im Erdgeschoss und drei Büros im Obergeschoss des Gebäudes mussten gesperrt werden. Als Notbehelf wurde ein Toiletten-Container im Hof aufgestellt. "Zu Beginn der Sommerferien wird das Spielhaus wieder voll nutzbar sein", verspricht Hemminghaus.

Der Abenteuerspielplatz und das Spielhaus gehören der Stadt Hilden. Betreiber des pädagogischen Projekts ist die Freizeitgemeinschaft für Behinderte und Nichtbehinderte. Bei gutem Wetter besuchen bis zu 120 Kinder das weitläufige Areal. Dort können die Mädchen und Jungen bis 14 Jahre Tiere betreuen, Buden bauen, Feste feiern, Gemeinschaft erleben und Zuspruch erfahren. Die Stadt unterstützt den Abenteuerspielplatz mit knapp 250 000 Euro jährlich.

Quelle: RP
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