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Hilden
Ringen um Elbsee-Nutzung

Düsseldorf. Der Südteil des Elbsees soll ganzjährig von Wassersportlern genutzt werden dürfen, schlägt ein Gutachten der Stadt Düsseldorf vor. Die Segler fordern die Zusage, im Sommer dauerhaft auch im Nordteil kreuzen zu dürfen. Von Christoph Schmidt

Hilden/Düsseldorf Die Stadt Düsseldorf hat ein umfangreiches Gutachten erstellen lassen, wie sich Wassersport, Erholung und Naturschutz am Elbsee, Unterbacher See, Menzelsee und Dreiecksweiher verträglich vereinbaren lassen. Die Experten schlagen unter anderem vor, dass die Wassersportler den süd-westlichen Bereich des Elbsees sowie den Menzelsee künftig das ganze Jahr nutzen dürfen sollen. Im nördlichen Bereich des Elbsees soll der Schutz der Wasservögel höchste Priorität haben.

Nur wenig Wind im See-Süden

Bisher können die Segler diesen Teil im Sommer befahren, erläutert Klaus Henrich, der als Vorsitzender der Seglergemeinschaft Hilden das Wassersportzentrum Elbsee bei einem Runden Tisch aller Beteiligten vertreten hat. Im Wassersportzentrum Elbsee haben sich die Seglergemeinschaft, die DLRG Hilden, der Kanu Club Hilden sowie der Hildener Windsurfing Club zusammengeschlossen. Die Nutzung des nördlichen Elbsees sei ein Zugeständnis an die Hildener Wassersportler unter Vorbehalt, erläutert Henrich. Es solle nach drei Jahren überprüft werden. Weil im Süden der Wind nur selten weht, sei die Nutzung des nördlichen Elbsees für die Surfer und Segler überlebenswichtig, betont Henrich. Er fürchtet sonst, dass die Mitglieder abwandern und die Vereine auf den Kosten für das Wassersportzentrum sitzen bleiben. Dazu bitten die Wassersportler um die Genehmigung für ein Sicherungsboot mit Verbrennungsmotor, um bei Unfällen auf dem See – gerade bei der Ausbildung der Jugendlichen zwischen sieben und 18 Jahren – schnell vor Ort sein zu können. "Elektro-Boote sind entweder nicht bezahlbar oder im Notfall nicht schnell genug", erläutert Henrich. Der Bootsverleih mit Segelschule auf dem Unterbacher See (Träger ist der Zweckverband Unterbacher See mit den Städten Düsseldorf, Hilden und Erkrath) habe jetzt ein solches Boot mit Verbrennungsmotor erhalten. Die Stadt Düsseldorf habe sich zu dem Antrag der Hildener Wassersportler seit zwei Jahren ausgeschwiegen und sie mit dem in Auftrag gegebenen Nutzungskonzept für die Seen vertröstet. Henrich: "Das liegt jetzt vor, sagt aber nichts über Boote mit Verbrennungsmotor aus."

Quelle: RP
 
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