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Hilden.
Rocken und Sammeln für den guten Zweck

Hilden.. Dass Spendendosen herumgegeben werden und sich an der Garderobe volle Kleidersäcke stapeln, gehört nicht gerade zum typischen Konzertbesuch dazu. Doch genauso sah es am Samstagabend im Area 51 aus: Von Merlin Bartel

Unter dem Motto "Solidarität rockt" fand dort ein Benefizkonzert statt. Dabei standen mit Steen, Blut Hirn Schranke sowie Flash Preuszen drei regional bekannte Bands auf der Bühne, die den rund 100 Zuschauern mit ihrem Sound ordentlich einheizten. Dabei kamen die Rockfans bei Gitarrensolos, rasenden Drums und eingängigen Melodien der überwiegend deutschsprachigen Lieder auf ihre Kosten.

"Mir hat das Konzert sehr gut gefallen", meinte Nic Schröder und ergänzte: "Die Bands waren musikalisch wirklich klasse und professionell." Bei dem Konzert ging es jedoch nicht nur um Spaß und gute Unterhaltung - vielmehr stand ein ernstes Thema im Mittelpunkt. "Wir wollten Menschen helfen, damit sie im Winter nicht frieren müssen", erklärte Ivan Tirado, Sänger der Band "Steen" und Initiator der Veranstaltung: "Alle Einnahmen des Abends werden an die Flüchtlingshilfe Hilden und den Gute-Nacht-Bus Düsseldorf gespendet." Gemeinsam mit dem Area 51 und dem Jugendkulturverein "Nostromo Soundz" organisierten die Musiker von "Steen" das Konzert.

Der Gute-Nacht-Bus fährt seit 2011 montags bis donnerstags spät abends durch die Düsseldorfer Innenstadt und unterstützt Obdachlose auf der Straße. "Wir versorgen sie mit Suppe und haben immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Probleme", erklärte die ehrenamtliche Helferin Aline Kochen und fügte an: "Gerade im Winter sind auch Kleidung und Decken überlebenswichtig."

Die Benefizaktion fand bereits zum dritten Mal im Hildener Norden statt. In den Vorjahren waren die Spenden dabei für das Düsseldorfer Kinderhospiz Regenbogenland bestimmt. Im vergangenen Jahr kamen durch den Eintritt, das verkaufte Essen und Trinken sowie Spenden insgesamt knapp 1000 Euro zusammen.

Felix Meier: "Die Auftritte waren wirklich stark. Wenn man dann auch noch mit dem Eintritt helfen kann, umso besser." "Ich bin positiv überrascht von den Bands. Ich kannte keine von ihnen, aber habe mich gefreut, dass es hier endlich mal wieder Rock zu hören gibt", sagte Besucherin Elena Zielonkowski.

Auch in Zukunft soll das Projekt für die gute Sache weitergeführt werden - da sind sich Musiker und Verantwortliche einig.

Ivan Tirado: "Die Aktion soll eine Win-Win-Situation für alle sein: Wir wollen die Rockszene in Hilden fördern und dazu auch viel Geld für die beiden Projekte sammeln. Musik ist die beste Möglichkeit, den guten Zweck und Unterhaltung zu verbinden."

Quelle: RP
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