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Hilden
RP-Aktion: Bald blüht der Kreisel auf

Hilden: RP-Aktion: Bald blüht der Kreisel auf
Morgens rodeten Jan Marvin Heimerl auf dem Bagger und Kollege Ulrich Fritsch den Wildwuchs vom Kreisel. Am Nachmittag waren zahlreiche Blumenzwiebeln gesetzt. FOTO: ola
Hilden. Gärtnermeister Ulrich Fritzsch hat gestern die Grünfläche am Breddert gerodet, bepflanzt und eingesät. Von Alexandra Rüttgen

Achim Hendrichs, Sachbereichsleiter für Grünflächen und Forst bei der Stadt Hilden, freut sich sichtlich. "Das ist ja toll, jetzt geht's los", mit diesen Worten schüttelt er Gärtnermeister Ulrich Fritzsch die Hand. Beide trafen sich gestern Morgen am Kreisverkehr der Kreuzung Breddert/Zur Bredharter Heide/Krabbenburg. Anlässlich der RP-Aktion "Nicht maulen, sondern machen - wir verschönern eine Dreckecke" nahmen sich Ulrich Fritzsch und sein Mitarbeiter Jan Marvin Heimerl die überwucherte Innenfläche des Kreisverkehrs vor.

FOTO: Staschik, Olaf (ola)

Dass dies erst jetzt geschieht, ist unter anderem der noch erforderlichen Abstimmung, der Vogelschutzsatzung (Bäume und Gebüsch dürfen zwischen März und September nicht gefällt und gerodet werden) und Urlaubszeiten geschuldet. Gestern war es jedoch so weit: Fritzsch und Heimerl entfernten Liguster- und Mahonien-Büsche, frästen die Erde, setzten Blumenzwiebeln und säten die Fläche mit Rasensamen ein. Gestern Abend waren die Arbeiten beendet.

Im August hatte die RP ihre Leser zur Teilnahme an der Aktion aufgerufen. Zu einer Mobilen Redaktion auf dem alten Markt brachten viele ein Foto "ihrer" Dreckecke mit. Der Vorschlag, den Kreisverkehr Breddert neu zu gestalten, stammt von RP-Leserin Claudia Roth. Sie ist Anwohnerin der Krabbenburg unweit des Kreisverkehrs und Vorstandsmitglied der Bund-Ortsgruppe Hilden. Ihr Vorschlag: Man könnte auf der Fläche ein Kräuterbeet anlegen. Roth bot sogar an, das Beet regelmäßig zu wässern und zu pflegen.

Dieses Angebot kann und will Hendrichs aber aus Haftungsgründen nicht annehmen, da der Kreisverkehr für Fußgänger keine gesicherte Fläche bietet und daher eine erhöhte Unfallgefahr besteht. Die Pflege der Fläche übernimmt die Stadt. Die ursprüngliche Idee von Ulrich Fritzsch, Stauden in verschiedenen Höhen zu pflanzen, erwies sich bei näherer Betrachtung als zu aufwendig: "Wir müssten die Fläche dann regelmäßig wässern", erläutert Hendrichs - das gilt übrigens auch für ein Kräuterbeet. "So etwas hatten wir mal im Stadtpark", erinnert sich Hendrichs. Zwei Jahre lang sei es gelungen, das im Fabry-Jahr angelegte Kräuterbeet dank privater Hilfe instand zu halten. Dann versandete das Engagement. Die Kräuter wurden für einen Schulgarten wieder ausgegraben und verschenkt.

Zur regelmäßigen Wässerung und Pflege von Grünflächen - und damit auch des Kreisverkehrs - fehlen der Stadtverwaltung Zeit und Geld. Und auch für den Inhaber des kleinen Hildener Gartenbaubetriebes "Green Card", Ulrich Fritzsch, wäre dies zu viel Arbeit geworden. Daher einigten sich Stadt und Gärtnermeister auf eine pflegeleichte Bepflanzung mit ungefähr 1000 Blumenzwiebeln - Krokusse, Winterlinge, Schneeglöckchen und Narzissen. "Das sieht dann so ähnlich wie am Kreisverkehr an der Gerresheimer Straße aus", erläutern beide. Gemeint ist das "Aldi-Ei".

So zeigt sich die Bepflanzung vielleicht nicht unbedingt als große Gartenbaukunst. Aber die Fläche wirkt ordentlich und ist leicht zu pflegen.

Quelle: RP
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