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Hilden
RP-Leser lernen das Golfspiel kennen

Hilden: RP-Leser lernen das Golfspiel kennen
Beim Schnupperkursus auf dem Golfplatz am Katzberg erklärte Willi Fehling (l.) der Langenfelderin Klaudia Pack (r.) Schläger und Technik. FOTO: RALPH MATZERATH
Hilden. Auf der Langenfelder Anlage am Katzberg gab Willi Fehling hilfreiche Tipps. Von Stephan Meisel

Verflixt nochmal! Das kann doch nicht so schwer sein, den Golfball in die Nähe der 50-Meter-Marke zu schlagen. Ist es für Anfänger aber doch. Da kommt der Tipp von Willi Fehling ("Sie stehen zu breit!") gerade recht. Seit 20 Jahren gibt es die Langenfelder 9-Loch-Anlage am Katzberg. Und Fehling ist dort Golflehrer der ersten Stunde. Genau der richtige Mann also, um bei einem Schnupperkursus Lesern der Rheinischen Post das Abschlagen, Chippen und Putten zu zeigen - und diese drei Techniken ausprobieren zu lassen.

Alle beim RP-Sommerspaß ausgelosten Teilnehmer sind Anfänger. Auch die Monheimerin Marion Vogel, die drei eigene Schläger mitgebracht hat. "Es ist schon fünf Jahre her, dass ich es mal versucht hatte. Ich freue mich über die Gelegenheit, hier Tipps zu bekommen."

Eingangs nennt Fehling der Gruppe viele gute und eine schlechte Nachricht. "Golfen kann man bis ins hohe Alter, auch gemeinsam mit dem Partner. Man ist an der frischen Luft in grüner Umgebung und bewegt sich auf schönen Anlagen", schwärmt der Trainer. Und betont, dass Golfen längst kein elitärer und teurer Sport wie früher ist. "Gute Ausrüstungen gibt es im Fachhandel ab 350 Euro. Und eine Runde auf unserer 9-Loch-Anlage kostet 25 Euro." Die schlechte Nachricht: Was eigentlich recht einfach aussieht, sei tatsächlich "der zweitschwierigste Bewegungsablauf im Sport - nach Stabhochsprung".

Das Überqueren der Latte steht beim RP-Sommerspaß nicht auf dem Programm - die Gruppe versucht sich an der zweitschwierigsten Sportart. Fehling erklärt die Unterschiede zwischen den Schlägern, hält ein 40 Jahre altes Schätzchen aus Holz und gängige Eisen in die Höhe, händigt dann Exemplare mit Graphit- oder Stahlschaft sowie Körbe voller Bälle aus. "So müsst ihr den Schläger halten und so müsst ihr stehen", zeigt Fehling der Gruppe, die sich auf die Abschlagplätze der Driving Range verteilt. Aller Anfang ist schwer: Einige Teilnehmer treffen den Ball nur ganz am Rande, so dass er nach wenigen Metern verhungert. Andere zeigen Talent und schlagen ihn mit voller Wucht hoch und weit über die 50-Meter-Marke hinaus. So wie der Langenfelder Ludger Vox, der sich über seinen gelungenen Abschlag freut.

Szenenwechsel und Schlägerwechsel: Beim Putten - also auf den letzten Metern vor dem Zielloch im Rasen - ist Feingefühl gefragt. "Lasst euch niemals einen Putter zum Geburtstag schenken", sagt Fachmann Fehling, "sondern lieber einen Gutschein - und sucht den für euch am besten geeigneten Putter durch Ausprobieren im Golfshop dann selber aus." Das Golfspiel bestehe zu 50 Prozent aus Putten. Beim Üben auf dem täglich gemähten Puttinggrün stellen die RP-Leser die Tücken des unterschiedlichen Gefälles fest. Vermeintlich einschussbereite Bälle flutschen nicht nur am Loch vorbei, sondern entfernen sich ein gutes Stück. Aller guten Dinge sind drei: Auch das Chippen gehört zum Schnupperkursus. Diese Technik ist nötig, wenn der Ball etwas weiter vom Grün weg oder tiefer liegt. Auch dafür gibt es am Katzberg eine eigene Übungsfläche. "Ich komme wieder", sagt am Ende nicht nur Teilnehmer Lukas Pilarski.

Quelle: RP
 
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