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Kreis Mettmann
Runder Tisch soll Hilfe für Stalking-Opfer verbessern

Kreis Mettmann. Wie kann man Opfern von Stalking besser helfen? Mit diesem Thema beschäftigte sich der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt unter dem Titel "(Ex-)Partner-Stalking ist ein Verbrechen".

Dr. Heike Küken-Baumann von der Technischen Universität Darmstadt sowie Roland Hertel von der Bundesarbeitsgemeinschaft Täterarbeit Häusliche Gewalt referierten zu den Themen Stalking, der Opfer- und Täterperspektive sowie der praktischen Intervention. Sie zeigten auf, dass 80 Prozent der Stalking-Opfer Frauen sind - und die Täter in neun von zehn Fällen aus dem häuslichen Umfeld des Opfers stammen. Bei etwa der Hälfte der Täter handelt es sich um den Ex-Partner.

"Die psychischen und körperlichen Folgen für die Stalkingopfer sind immens. Sie reichen von Schlafstörungen und Panikattacken bis hin zu Suizidgedanken und Suiziden. Auch im sozialen Bereich sind häufig negative Auswirkungen, wie beispielsweise der Verlust des Arbeitsplatzes, die Entfremdung von Freunden und auch der Verlust sämtlicher Sozialkontakte zu beobachten. Ebenso sind körperliche Übergriffe der Täter keine Seltenheit", sagt Geertje Jeschke, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises. Deshalb ist Stalking seit 2004 ein Straftatbestand, allerdings ist er nur schwer nachweisbar. Da sich die Psychologie eines Stalkers von der Psychologie der sonstigen Täter im Bereich der häuslichen Gewalt stark unterscheidet, hatte der Runde Tisch die Fachtagung mit dem Ziel organisiert, die Unterstützung der Opfer durch die bestehenden Hilfeangebote sicherzustellen und zu verbessern, Behandlungsmöglichkeiten für Täter aufzuzeigen und die Maßnahmen im polizeilichen, straf- und zivilrechtlichen sowie im sozialen Bereich zu vernetzen.

(asch)
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