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Auf Ein Wort Hanno Nell
Säen und ernten

Hilden. An Erntedank jetzt Sonntag ist mit Händen zu greifen, dass Gutes gewachsen ist, besonders in den mit Äpfeln, Kartoffeln und Kürbissen geschmückten Kirchen. Was gesät oder gepflanzt wurde - Obstbäume teilweise schon vor Jahrzehnten - hat Frucht gebracht, worüber wir uns freuen können.

Auch im übertragenen Sinn gilt oft: Was der Mensch sät, wird er ernten. Das steht schon in der Bibel (Galaterbrief 6,7) und gilt im Positiven wie im Negativen. Wenn ich etwas verbockt habe, ist es nicht hilfreich, immer die anderen verantwortlich zu machen. Wer die Umwelt verschmutzt und durch sein Verhalten zur Klimaerwärmung beträgt, kann natürlich einfach wie Beatrix von Storch (AfD) sagen: "Dann sollten wir mal der Sonne erklären, dass sie nicht so viel scheinen soll." Man muss jedenfalls damit leben, dass sein Verhalten ein Ergebnis hat, unter dem oft auch andere Menschen leiden und dann womöglich als Klimaflüchtlinge zu uns kommen, weil in ihrer afrikanischen Heimat die Ernten ausbleiben. Zuletzt wurde viel Hass gesät.

Es geht aber auch anders. Wer zum Beispiel fair gehandelte Produkte kauft, kann helfen, dass es an vielen Orten der Welt besser wird. Säen wir Glaube, Liebe, Hoffnung! Und freuen wir uns daran, dass Vieles wie Sonnenschein und ausreichend Regen nicht das Ergebnis eigener Arbeit ist, sondern Gnade, Geschenk (was wir nicht verspielen sollten). Besonders an Erntedank können wir sagen: Gott sei Dank!

DER AUTOR IST PFARRER DER EVANGELISCH-REFORMIERTEN KIRCHENGEMEINDE GRUITEN

Quelle: RP
 
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