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Hilden
Schlange vor der Postbank meiden wird schwieriger

Hilden. In den Tagen vor Weihnachten ist sie besonders lang - die Schlange vor der Postbank-Filiale an der Robert-Gies-Straße 1. Auch weil in diesen Tagen bis zu acht Millionen Pakete bei der Post aufgegeben und abgeholt werden - und das pro Tag.

"Wenn allein die Postkunden, die kein Paket abholen müssen, nicht die Hauptfiliale an der Robert-Gies-Straße nutzen würden, wäre die Wartezeit sicherlich kürzer", befand Ratsmitglied Claus Munsch (Allianz) noch vor einem Jahr. Ausweichen auf andere Postpartnerfilialen ist möglich, wird aber immer schwieriger.

Auf der Kundenservice-Seite der Post (www.deutschepost.de) sind nur noch zwei Anlaufpunkte gelistet: die Paketshops am Hagelkreuz und an der Benrather Straße 8. Bei den Filialen mit Postbank sieht es nicht anders aus: Kölner Straße 55 und der Walder Straße 166. Im Norden zum Beispiel, im Zeitschriftengeschäft an der Gustav-Mahler-Straße, gab es bis Anfang September den Postservice samt Postbank. Jetzt nicht mehr. "Ich habe die Verträge gekündigt, möchte über die Gründe aber nicht sprechen", sagt Inhaber Thomas Wendel.

Er deutet an, dass neue Verträge mit der Post für ihn nicht mehr haltbar waren. Eine Postbank-Kundin, die kein Online-Banking machen will, empfindet das als großen Verlust. "Ich muss jetzt immer zur Hauptstelle in die Innenstadt und die ist überfüllt", sagt sie. Auch die Filiale an der Walder Straße ist für sie keine Alternative: Sie liegt noch weiter weg, ein Auto hat sie nicht. "Das ist ein empfindlicher Verlust für die Bewohner des Hildener Nordens", sagt sie.

(gök/cis)
 
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