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Hilden
Schulschluss für die letzte Hauptschule

Hilden: Schulschluss für die letzte Hauptschule
Die Absolventen der Jahrgangsstufen neun und zehn - sie sind die letzten Jugendlichen, die ihre Schulzeit an der Theodor-Heuss-Schule verbrachten. FOTO: Olaf Staschik
Hilden. An der Theodor-Heuss-Schule wurden Freitag die Zeugnisse an die Absolventen der Klassen 9 und 10 übergeben. Von Uli Schmidt

Glückwünsche zum gelungenen Hauptschulabschluss - und gleichzeitig auch ein wenig Traurigkeit um den endgültigen Schulschluss mischten sich am Freitag bei der Feier im Area 51. Bürgermeisterin Birgit Alkenings freute sich mit den 66 Schülern und Schülerinnen aus den Klassenstufen 9 und 10 der Theodor-Heuss-Schule über deren Zeugnisse. Zumal einige besonders gut waren. Aber: "Mit dem heutigen Tag endet ein Stück Hilden." Auch ihr Bruder habe hier vor Jahren seinen Abschluss gemacht. Für das versammelte Kollegium hielt Alkenings zum Abschied Blumensträuße bereit. Zwar müssen die Schüler der Klasse 9 noch in der nächsten Woche zum Unterricht, können aber nach den Ferien auf andere Schulen wechseln. "Ich bin sehr froh über die Zusammenarbeit mit dem hiesigen Berufskolleg. Die meisten Schüler konnten dorthin wechseln."

Die scheidende Schulleiterin Barbara Mühlenfeld gab sich optimistisch: "Wir hatten heute morgen schon eine Theater- und Tanzaufführung. Außerdem Musik von "Saitenspiel". Unsere Schüler haben noch ein "Tschüss-Video" in Eigenregie für alle gedreht. Und letztlich ist ein Ende ja auch immer ein Anfang." Sie selbst wechselt an die Hauptschule nach Haan und betont: "Diese Schulform hat in den vergangenen Jahren die ausländischen Kinder aufgenommen. Auch die, die vorher niemals Unterricht hatten."

Stefan Karamol, seit 2003 Sozialpädagoge an der letzten Hauptschule Hildens, zeigte Gefühl: "Es ist schon traurig. Ich kenne jeden Jugendlichen mit Namen. Das Verhältnis von Schülern und Lehrern war gut." Das war auch zu spüren, als im Saal des Area 51 die Zeugnisse vergeben wurden. Viele Eltern, ehemalige Schüler und sogar das Lehrer-Urgestein der Schule, Eduard Haas, waren gekommen, um Abschied zu nehmen. "Ich empfinde schon Wehmut.", gab der ehemalige Leiter zu. Es sei beeindruckend, was die Hauptschule, die 1968 gegründet wurde und 1987 ihre Heimat an der Furtwänglerstraße fand, geleistet habe.

Demnächst werden die Gebäude der Volkshochschule und einer Kindertagesstätte Platz bieten. Die Turnhalle bleibt. Das Mobiliar konnten andere Schulen verwenden. Für Sabrina Dehmel, die ihr Abschlusszeugnis entgegennehmen konnte, war das Gefühl schwer zu beschreiben: "Ich freue mich zwar auf die Arbeitswelt. Meine Freunde aus dieser Schule werde ich aber bestimmt vermissen."

Quelle: RP
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