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Hilden
Schwere Radunfälle rufen den ADFC auf den Plan

Hilden. Der Kreisverband Mettmann hat drei Broschüren aufgelegt, die Radlern, Autofahrern und Fußgängern helfen sollen. Von Gökçen Stenzel

Den radverkehrspolitischen Arbeitskreis des ADFC Kreisverbandes Mettmann haben die schweren Unfälle mit Fahrradfahrern dazu veranlasst, sich mit der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu beschäftigen. "Wir haben drei Broschüren aufgelegt, die wir zur Diskussion stellen", sagt Georg Blanchot von der Ortsgruppe Hilden. "Je eine für Radler, für Fußgänger und für Autofahrer." In Hilden und in Ratingen ist es in diesem Jahr besonders häufig zu Unfällen gekommen, bei denen Radler beteiligt waren und teils schwer verletzt wurden. Zwei Unfälle in Ratingen endeten tödlich. Nun also mehr Aufklärung über mögliche Gefahren? Bei näherer Betrachtung enthalten die Broschüren Erinnerungen an gelerntes und eigentlich selbstverständliches Verhalten.

Sicher Gehen So heißt das Blatt für Fußgänger. Kurz gesagt: Er ist das schwächste Glied der Kette und muss in seinem eigenen Interesse besonders vorausschauend sein - und keinesfalls auf seinem Recht bestehen. Es nützt ihm nämlich nichts, dass er "Grün" hatte, wenn er mit einem Auto kollidiert. "Gerade in Zeiten tiefstehender Sonne, bei Dunkelheit, Regen oder Nebel verursachen rechts-o der linkseinbiegende Autofahrer durch unangepasste Geschwindigkeit mitunter tödliche Fußgängerunfälle."

Sicher Radfahren sind die entsprechenden Tipps für den Radler überschrieben. "Als Radler fahre ich sicher im Straßenverkehr, wenn ich deutlich sichtbar bin, mich durch akustische und mimische Signale (Klingeln, Rufen, Handzeichen) bemerkbar mache sowie durch selbstbewusste Inanspruchnahme des Verkehrsraumes berechenbar verhalte", heißt es darin. Und: " Wenn der Verkehrsraum nicht ausreicht, muss er verträglich geteilt werden." Sicher ein Problem auf Straßen, die zu eng sind, um den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand vom Auto zum Radler von 1,50 Meter einzuhalten - was Autofahrer zwingt, hinter dem Radler zu bleiben und für entsprechenden Unmut und mitunter gefährliches Gedrängel sorgt. Radler sind keine besseren Verkehrsteilnehmer, meint ihre Vertretung ADFC, sie wollen sich nur ihr Recht nehmen.

Sicher Verkehren Darin wird der Autofahrer im Prinzip dazu aufgefordert, auf die schwächeren Verkehrsteilnehmer strenger zu achten, Radler nicht anzuhupen und überhaupt ständig Vorsicht walten zu lassen (Schulterblick).

Die Infoblätter sollen sowohl den ADFC-Mitgliedern in den Ortsgruppen zugänglich gemacht, als auch in Aktionen an Infoständen oder in Kooperation mit der Polizei verbreitet werden.

Quelle: RP
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