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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
Schwieriges Bau-Konzept

Hilden. Auf dem Schweitzer-Areal könnte eigentlich gebaut werden. Das Gelände, auf dem die Turnhalle stand, ist frei und hat mit der Notunterkunft nichts zu tun. Doch bisher fanden sich die nötigen sieben Bauwilligen nicht, nur fünf haben sich beworben - und die sind auch nur an bestimmten Grundstücken interessiert. Das gut gemeinte Konzept der Stadt könnte zum Rohrkrepierer werden.

Die Gründe leuchten ein. Weil kein Bauträger vorgesehen ist, müssten sich die genannten Sieben zu einer Baugemeinschaft zusammentun. Das bedeutet ein hohes Risiko: Was ist, wenn einer abspringt, einem anderen etwas passiert oder, oder, oder? Da sollen sich Fremde zu etwas verabreden, wozu Familien meistens schon nicht in der Lage sind. Auch dürfte es schwieriger sein, unter dieser Voraussetzung einen Kredit von einer Bank zu bekommen. Zu verstehen ist zudem, dass die Notunterkunft verunsichert: Wie lange wird sie in unmittelbarer Nachbarschaft bestehen bleiben? Wann wird Baubeginn auf dem Gelände der Schule sein - und damit eine Großbaustelle auf Jahre?

Dann sind da noch die Kriterien, nach denen die Bewerber für ein Grundstück ausgesucht werden sollen - alle Ratsfraktionen waren davon ausgegangen, dass es weit mehr Bewerber als Grundstücke geben würde, unter denen es dann zu wählen gälte. Falsch gedacht.

Letztlich spielt aber der Preis die Hauptrolle. Hilden hat die Grundstücke geschätzt und musste die Preise wegen des Restwerts der Schule hoch ansiedeln. Zusammen mit den genannten Unsicherheiten schreckt das Paket offensichtlich ab statt zu locken. Das Kapitel "Bebauung des Geländes der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule" ist auch im achten Jahr seiner Beratung noch nicht abgeschlossen.

goekcen.stenzel@rheinische-post.de

Quelle: RP
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