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Hilden
Segeltörn schweißt das Team zusammen

Hilden. Die Hildener Firma Rodehüser besteht seit 30 Jahren. 18 Mitarbeiter waren eingeladen zu einer Tour übers Ijsselmeer. Von Alexandra Rüttgen

Da war Georg Rodehüser voll in seinem Element: Zum 30-jährigen Bestehen seiner Firma lud der Hildener Unternehmer seine Belegschaft jetzt zu einer Tour auf ein Plattbodenschiff in den Niederlanden ein. Am Freitagmorgen stachen der begeisterte Freizeit-Segler, sein Sohn Martin (er hat ebenfalls den Segelschein) und 16 Mitarbeiter auf der nostalgischen "Emma" in See. Mit dem Schiff ging es über das Ijsselmeer nach Stavoren und dann über Kanäle und Seen zum kleinen Hafen-Städtchen Langweer. Am Sonntag landete die gut gelaunte Truppe dann wieder im Hafen von Lemmer an.

Die Firma Rodehüser ist ein Hildener Familienbetrieb. Von Georg Rodehüser (61) als Ein-Mann-Betrieb gegründet, zählt die Firma mittlerweile 18 Mitarbeiter. Mit an Bord ist Sohn Martin (33), der gemeinsam mit seinem Vater die Geschäfte führt. Damit ist für das Unternehmen bereits ein wichtiges Problem gelöst: das der Nachfolge. Nach Angaben von Hildens Wirtschaftsförderer Peter Heinze geben in den kommenden Jahren rund 300 Unternehmern in und um Hilden ihren Betrieb ab. Weitere 300 Fachkräfte wollten in ein Unternehmen geschäftsführend einsteigen, etwa als Sohn oder Tochter, als Mitarbeiter, als Unternehmenskunde oder Externer. Da ist es ein Vorteil, dass sich aus der Familie Rodehüser ein Nachfolger anbietet, der Kontinuität und einen geräuschlosen Übergang gewährleistet. Rodehüser ist ein Fachbetrieb für Gebäudeautomation. Von Alarm- und Brandschutzanlagen, Videoüberwachung, Steuerung von Licht und Jalousien bis hin zur Technik zur Energieoptimierung reicht das Angebot. Banken, Hotels, Schulen und kommunale sowie privatwirtschaftliche Bürogebäude wurden von Rodehüser bereits ausgestattet. Die Anlagen sind meistens individuell auf Gebäude und Nutzer zugeschnitten. Ein Geschäftszweig, der floriert: "Wir sind gut ausgelastet. Ich bin sehr zufrieden", sagt Georg Rodehüser.

Allerdings erfordert die auf den Kunden zugeschnittene Serviceleistung auch eine Menge Grips. Daher ist das Unternehmen an Fachkräften sehr interessiert. Gerne würde der Unternehmer weitere einstellen und sucht auf dem leer gefegten Markt händeringend nach Verstärkung. Logisches Denken und die Fähigkeit zum Programmieren sind dabei nicht verhandelbare Voraussetzungen. "Unter Techniker haben Bewerber keine Chance", erläutert Rodehüser. Auch über Ingenieure würde er sich freuen. "Wir werden mit Sicherheit noch den einen oder anderen einstellen. Aber auch unserem Betrieb fehlen qualifizierte Mitarbeiter", sagt der Hildener.

Wichtig ist ihm der Zusammenhalt des Teams. Ein Segeltörn erfüllt diesen Zweck, weiß der Skipper: "Es müssen sich alle, die an Bord sind, miteinander organisieren."

Und dann finden sich hoch qualifizierte Ingenieure mitunter als Bierknechte wieder. Die haben die Aufgabe, das mitgeführte Bier für die Gruppe immer schön kühl zu halten.

Quelle: RP
 
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