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Hilden
Sönke Eichner soll neuer Dezernent werden

Hilden: Sönke Eichner soll neuer Dezernent werden
Sönke Eichner (46) soll nach Hilden kommen. FOTO: Privat
Hilden. SPD, CDU und Grüne wollen den Amtsleiter aus Radevormwald am Mittwoch wählen. Eichner ist der einzige Kandidat.

Der Stadtrat wählt am Mittwoch für acht Jahre einen neuen Beigeordneten, zuständig für Jugend, Schule, Sport, Soziales und Integration sowie Kultur. Nach Informationen der RP haben sich SPD, CDU und Grüne auf Sönke Eichner geeinigt. Der 46-Jährige arbeitet zurzeit als Amtsleiter für Schule, Jugend und Sport in Radevormwald. 46 Bewerbungen waren auf die deutschlandweite Ausschreibung eingegangen. Vier Bewerber hielt Bürgermeisterin Birgit Alkenings für geeignet, weitere sechs für bedingt geeignet. Erster Beigeordneter Norbert Danscheidt hat ein CDU-Parteibuch, Baudezernentin Rita Hoff ist parteilos. Deshalb reklamierte die SPD als stärkste Fraktion im Rat ein Vorschlagsrecht für sich. Die Wahl am Mittwoch ist öffentlich und erfolgt ohne vorherige Aussprache. "Wir haben uns geeinigt, nur diesen einen Kandidaten einzuladen", sagt stellvertretender Fraktionsvorsitzender Hans-Werner Schneller: "Er hat sich schon im Ältestenrat vorgestellt." "Wir haben uns zwei Kandidaten angeschaut", sagt Klaus-Dieter Bartel (Grüne): "Beide waren okay. Wir finden den Kandidaten von SPD und CDU gut und tragen das mit." Der von der SPD vorgeschlagene Kandidat sei parteilos, sagt CDU-Fraktionsvorsitzende Marion Buschmann: "Er hat uns fachlich überzeugt. Es gibt für uns keinen Grund, die Stelle erneut auszuschreiben." Die CDU habe sich zwei Bewerber angeschaut: "Wir fanden beide geeignet." SPD, CDU und Grüne verfügen mit 34 Stimmen über eine breite Mehrheit im Rat (44 Sitze). Die anderen Fraktionen hatten sich gegen eine Wiederbesetzung der Beigeordneten-Stelle ausgesprochen.

Für Sönke Eichner wäre die Wahl ein große Karrieresprung. Der Beigeordnete wird nach A16/B2 bezahlt. Sein neuer Aufgabenbereich ist riesig, entsprechend hoch sind auch die Erwartungen an ihn. Allein im Amt für Schule, Jugend und Sport arbeitet rund ein Drittel aller Mitarbeiter der Hildener Stadtverwaltung (mehr als 900). Dort werden gut 35 Millionen Euro ausgegeben, das entspricht etwa 21 Prozent aller Ausgaben der Stadt.

(cis)
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