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Hilden/Haan
Song Contest: Hotels belegt

Das sagen Düsseldorfer zum Song Contest
Das sagen Düsseldorfer zum Song Contest FOTO: rpo, Miriam Schaller
Düsseldorf. Im Mai 2011 findet auf dem Düsseldorfer Messegelände die "Interpack" und zeitgleich in der Esprit-Arena der Eurovision Song Contest statt. Die Herbergen in Hilden und Haan sind schon jetzt fast komplett ausgebucht. Von Daniel Oelbracht

Der Jubel in Düsseldorf war riesig, nachdem die Landeshauptstadt den Zuschlag für den Eurovision Song Contest im Mai 2011 erhalten hatte. Erst jetzt zeigt sich die Tragweite der Entscheidung: Denn wer derzeit nach einem Hotelzimmer sucht, hört am Telefon fast überall nur einen Satz: "Wir sind bereits seit Monaten ausgebucht."

Grund dafür ist die weltgrößte Verpackungsmesse, die "Interpack", die alle zwei Jahre in Düsseldorf gastiert. Und die Besucher und Delegationen der Aussteller buchen ihre Zimmer in der Regel weit im Voraus, so dass freie Kontingente schon jetzt absolute Mangelware sind.

Preise sind gestiegen

Sowohl Ralf Hamacher vom Haaner Hotel im Park als auch Rowina Ebersbach vom Hildener Hotel am Stadtpark vermelden: "Bei uns gibt es aktuell keine freien Zimmer mehr für Mai 2011." Das gilt auch für das Amber Hotel Bellevue und das Monopol Hotel. Im Etap Hotel an der Stadtgrenze zu Düsseldorf gab es gestern immerhin noch drei Zimmer, und auch das Forum Hotel verfügt (noch) über ein kleines Kontingent.

Wer dort nächtigen will, muss aber – aufgrund der Interpack – tiefer als gewöhnlich in die Tasche greifen: Statt 55 Euro sind für ein Doppelzimmer 215 Euro zu berappen. "Wir haben noch ein Zimmer frei, aber das kann sich stündlich ändern", sagte Gosper Seslak.

Die Inhaberin des Hildener City Hotels sprach von einem "riesigen Fehler" seitens der Organisatoren des Song Contest und einer völligen Fehlplanung. "Die Leute müssen ohnehin schon viel bezahlen, aber nun drohen doppelte und dreifache Preise."

Dem kann sich Monica Brücher vom Forstbacher Hof nur anschließen. "Es ist sehr schade, dass es dasselbe Datum ist. Durch den Song Contest wären für uns Hoteliers Mehreinnahmen möglich gewesen.

Ein Blick in den Messekalender hätte doch genügt", sagt sie und betont: "Düsseldorf hätte sich besser nicht beworben." Sie fragt sich, wo die vielen Besucher der drei Shows, die Delegationen der Teilnehmer und Fernsehsender übernachten sollen. "Man kann doch niemandem 100 Kilometer Anfahrt zumuten", bemerkt Brücher.

Großleinwand auf altem Markt

Volker Hillebrand hört von derartigen Problemen zum ersten Mal. Der Geschäftsführer des Hildener Stadtmarketings hofft, dass kurzfristig wieder Kontingente frei werden, glaubt aber zugleich, "dass es zum Song Contest keine ähnlichen Verhältnisse wie beim Weltjugendtag geben wird".

Er hat sich bislang nur Gedanken zu einem Public Viewing auf dem Markt gemacht, kommt aber im Hinblick auf die Übernachtungssituation ins Grübeln: "Der Veranstalter weiß vermutlich selbst noch nicht, was da auf ihn zukommt." Offen ist Hillebrand für die Idee der RP, die Bürger von Haan und Hilden anzusprechen, um Fans privat unterzubringen. "Die logistische Arbeit könnten wir übernehmen", sagt er.

Quelle: RP
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