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Hilden
Spanischer Verein hat wieder eine neue Pächterin

Hilden. Vereinslokal im historischen Kolpinghaus heißt jetzt "Capricho Andaluz" und eröffnet morgen um 17 Uhr. Von Christoph Schmidt

Rund acht Wochen war das Vereinslokal des Spanischen Familienvereins an der Kirchhofstraße (gegenüber der Polizeiwache) geschlossen. Nach 15 Monaten hatte die Pächterin das "El Patio" aufgegeben. Vereinsvorsitzender Manuel Ortega ist froh, mit Elisabeth Vergu eine neue Pächterin gefunden zu haben. Am Freitag, 11. November, will sie um 17 Uhr unter dem Namen "Capricho Andaluz" neu eröffnen. Unterstützt wird die neue Wirtin von ihrem Mann Michael Kleisch. Beide haben rund 35 Jahre in Spanien gelebt. "Ich war Reiseleiter, spezialisiert auf Spanienrundreisen, und habe für verschiedene deutsche Touristik-Veranstalter gearbeitet", erläutert Michael Kleisch. Beide haben das Lokal im andalusischen Stil neu eingerichtet und wollen kulinarisch auf Tapas setzen. Zunächst soll es keinen Ruhetag geben. "Wir wollen sehen, wie es läuft", sagt Kleisch. Bereits ab 7 Uhr bietet das "Capricho Andaluz" ein reichhaltiges Frühstücksbüfet mit Serano-Schinken, Tomaten, Olivenöl, leckerem Weißbrot und mehr an - ab 7,90 Euro. Mittags gibt es eine Auswahl an Tapas mit Fisch und Fleisch. Abends soll das Lokal bis 24 Uhr geöffnet sein. Das Lokal ist ein beliebter Treffpunkt für die spanische Gemeinde in Hilden. Wegen seines spanisches Flairs und der kulinarischen Spezialitäten wurde das Vereinslokal aber auch von vielen Deutschen geschätzt. Der Treff mit rund 60 Sitzplätzen steht nicht nur Vereinsmitgliedern, sondern allen Gästen offen.

Der Spanische Familienverein wurde in den 1970er Jahren von Gastarbeitern gegründet. Sie trafen sich zunächst im Saal der Feuerwehr, bevor der junge Verein kostenfrei Klassenräume in der alten Theresienschule (alter Reichshof) nutzen konnte. Die katholische Gemeinde nahm die spanischen Glaubensbrüder gastfreundlich auf. Als die Stadt das historische Kolpinghaus übernahm und sanierte, bewarben sich sowohl der Portugiesische als auch der Spanische Verein um die ehemalige Gaststätte im Erdgeschoss. Die Entscheidung fiel per Los, die Spanier bekamen das Lokal. Vereinsmitglieder richteten es in ihrer Freizeit her und investierten viel Schweiß, Mühe und Nerven in die Sanierung der alten Kneipe. Am Ende verzögerte sich der Umzug um fast ein Jahr. Am 1. Dezember 2012 nahm der Verein die neuen Räume mit einer Fiesta in Betrieb.

Quelle: RP
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