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Postskriptum Die Woche In Unserer Stadt
Sparen kann eine Chance sein

Hilden. Bis zum Jahre 2020 muss laut Haushaltssicherungskonzept der Etat der Stadt Haan ausgeglichen sein, und es gibt bereits Stimmen, die bezweifeln, dass das noch gelingt. Umso stärker ist der Druck zum Sparen. Viel Kritik gab es bereits für die 32 Sparvorschläge der Bürgermeisterin, da in dem Diskussionspapier noch keine detaillierten Maßnahmen und auch keine konkreten Folgen benannt sind. So wundert sich der Sportverband über die Summe von 62.000 Euro an Mehreinnahmen, die mögliche Sportstättennutzungsgebühren der Stadt einbringen sollen. Wie bitteschön wurde dieser Betrag errechnet?, fragen die Verantwortlichen. Sie halten ihn für aus der Luft gegriffen. Und Dirk Raabe vom Arbeitskreis Soziale Stadt fordert, dass im Rat "endlich über soziale Werte" diskutiert werden und eine Definition für "Soziales Leben in der Stadt" festgelegt werden muss. Ja, genau darum geht es: Politik und Verwaltung müssen nachdenken darüber, was für Haan künftig wichtig ist. Diesen Überlegungen folgend gilt es, die richtigen Prioritäten zu setzen und sie mit möglichst breitem Votum zu beschließen. Sachlich begründet und an diesem Leitbild orientiert lassen sich dann auch schmerzhafte Sparmaßnahmen dem Bürger gegenüber begründen.

Es wäre bedauerlich, würde die Politik das Sparen einer Klienteldenke folgend lediglich als einen destruktiven Prozess darstellen. Denn in ihrer Hand liegt es, diesen Prozess zu gestalten und zu formen. Dann können sich die Beteiligten als aktiv Handelnde fühlen, statt sich in die Rolle des Ohnmächtigen zu fügen. Der Bürger darf gespannt sein, wie die Spardiskussion geführt wird. Ob wohl endlich einmal konstruktive Vorschläge zu hören sein werden?

Quelle: RP
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