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Hilden
Speed Debating kommt bei Jugend gut an

Hilden: Speed Debating kommt bei Jugend gut an
FOTO: Olaf Staschik
Hilden. Schüler treffen auf Vertreter aus Parteien, Organisationen oder Behörden. Zweimal im Jahr organisiert das Jugendparlament die Veranstaltung. Von Daniele Funke

Vis à vis mit der Bürgermeisterin, das kommt nicht alle Tage vor. Marcel und Philipp sind sichtlich nervös, als sie am Tisch von Birgit Alkenings Platz nehmen. Was fragt man eigentlich so ein Stadtoberhaupt? Und wie verhält man sich? Marcel schaut zu Boden, dann fällt ihm eine Frage ein. "Wie wird man denn eigentlich Bürgermeisterin?", möchte der 16-Jährige wissen. Das Gespräch läuft, Birgit Alkenings macht es den beiden Helmholtzschülern leicht, lächelt aufmunternd, antwortet ausführlich und hilft ihnen, das Gespräch in Gang zu halten, in dem sie Gegenfragen stellt. "Seid Ihr politisch interessiert?", möchte sie unter anderem wissen. Marcel und Philipp tauen auf, entspannen, dann ertönt ein Geräusch - exakt vier Minuten Sprechzeit sind vorbei, nun rücken sie auf zum nächsten Tisch mit anderen Gesprächspartnern.

"Das Speed Debating haben wir vom Jugendparlament 2009 bei einer Reise nach Warrington kennen gelernt und wussten gleich, dass wir das auch in Hilden machen wollen. Und bereits kurze Zeit später war es dann soweit und das Feedback ist jedes Mal super", sagt Andrea Nowak von der Jugendförderung. Bereits zum 12. Mal treffen nun junge Menschen auf Vertreter von Parteien, Organisationen und Behörden. Dieses Mal sind es Schüler des Helmholtz-Gymnasiums, die in der Stufe EF (10.Klasse) Sozialwissenschaftskurse belegt haben.

"Wir beschäftigen uns vom Lehrplan her derzeit mit Politik und Parteiprogrammen. Daraus ergeben sich nun in den Gesprächen hoffentlich auch gute Fragestellungen. Erst waren unsere Schüler bezüglich der Veranstaltung skeptisch. Aber wenn ich das hier so beobachte, habe ich das Gefühl, sie sind schon sehr interessiert", sagt Referendarin Christine Demmer. Lara und Marie hören Natascha Zak interessiert zu. "Campus OT Holterhöfchen" steht auf ihrem Schild. "Ich bin nichts anderes als eure Schulsozialarbeiterin", erklärt Natascha Zak fröhlich und schaut in verdutzte Gesichter. "Das haben wir noch gar nicht gewusst, dass es hier so etwas gibt", antwortet Marie.

Die Jugendlichen wechseln an insgesamt 23 Tische. Von Gespräch zu Gespräch werden sie lockerer, aus zähen Frage-Antwort-Situationen entwickeln sich richtige Gespräche, kurze Diskussionen.

Marie und Lara sind, wie die anderen auch, am Ende ihrer Tischrotation angekommen. "Das war wirklich höchstinteressant", schwärmt Marie, "vor allem das Gespräch mit der Frau von der psychologischen Beratungsstelle fand ich spannend." Marcel und Philipp beenden gerade das Gespräch mit Klaus Dieter Bartel von den Grünen. "Ganz schön viele Informationen", sagen die beiden einstimmig und wirken ein wenig erschöpft.

Zwei Stunden lang haben sie sich erste Eindrücke von vielen Menschen verschafft, die in Hilden Verantwortung jeglicher Art tragen. "Besonders beeindruckt hat mich der eine Mann da hinten", sagt Marcel lachend und zeigt auf Jugenddezernent Reinhard Gatzke. "Der ist cool und sehr sympathisch." Philipp nickt und ergänzt: "Und unsere neue Schulleiterin Barbara Krieger. Ich kannte sie bislang noch nicht, aber sie macht einen tollen Eindruck und hat uns angehalten, uns unbedingt mit Wünschen und Nöten im Schulleben einzubringen."

Quelle: RP
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