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Hilden
Spielzeug gespendet für Flüchtlingskinder

Hilden. Auf dem Spielplatz an der Walter-Wiederhold-Straße verteilen Jugendliche des Hildener Kinder- und Jugendparlaments Spielzeuge wie Hula-Hoop-Reifen, Bälle und Balanciergeräte. Sofort stürzen sich Kinder mit fröhlichen Gesichtern auf die neuen Spielsachen und beginnen miteinander zu spielen.

Das Kinder- und Jugendparlament hat mit verschiedenen Aktionen 3000 Euro gesammelt, um Spielzeuge anzuschaffen, die in Flüchtlingsunterkünften von Flüchtlingskindern ausgeliehen werden können. Mit einem Spielfest wurde am Samstag die Übergabe der Spielzeuge an die Flüchtlingskinder gefeiert.

Bürgermeisterin Birgit Alkenings lobte die Arbeit der Hildener Jugendlichen: "Ich finde es wirklich großartig, was ihr geleistet habt." Stellvertretend für die Flüchtlingskinder nahm Jugenddezernent Reinhard Gatzke die Spielsachen entgegen: "Ihr habt mit eurer Arbeit gezeigt, dass Kinder unsere Zukunft sind, egal welche Hautfarbe und Religion sie haben." Im Vorfeld waren die Flüchtlingskinder mit ihren Eltern zu dem Fest eingeladen worden. Sie konnten sich auf einer Hüpfburg oder mit den Spielgeräten des Spielmobils austoben.

35 Jugendliche sind beim Kinder- und Jugendparlament, wobei 16 dem Arbeitskreis Flüchtlinge angehören. "Wir haben Geld in der Hildener Innenstadt und in der marokkanischen Moschee gesammelt, es wurde ein Spendenkonto eingerichtet, Hildener haben Klamotten gestrickt und es kam noch etwas Geld bei einer Tombola zusammen", erklärt Soukaina (16) vom Jugendparlament. Die Idee zur Hilfe kam den Jugendlichen zeitgleich mit dem Schiffsunglück von Lampedusa, bei dem rund 500 Menschen ums Leben kamen: "Wir haben überlegt, wie wir Flüchtlingshilfe leisten können, und wollten die Kinder herzlich willkommen heißen. Da in Flüchtlingsheimen nur die Grundbedürfnisse der Kinder abgedeckt werden können, kam uns die Idee mit den Spielsachen", erzählt Nermin (18). Von den 3000 Euro sind noch rund 1000 Euro übrig geblieben: "Das Engagement soll im Herbst und Winter weitergehen. Wir haben jetzt Spielzeuge für den Außenbereich angeschafft und möchten mit dem restlichen Geld Spielzimmer in Flüchtlingsunterkünften ausstatten", so Andrea Nowak vom Jugendparlament. eku

Quelle: RP
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