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Hilden/Langenfeld
Sport soll gegen Drogen wappnen

Hilden/Langenfeld: Sport soll gegen Drogen wappnen
Eine der Herausforderungen in der Aktionswoche ist "Le Parcours". Dabei müssen die Bettine-von-Arnim-Gesamtschüler mehrere Hindernisse überwinden. FOTO: Staschik
Hilden/Langenfeld. Eine Woche lang können Schüler der Bettine-von-Arnim-Gesamtschule in verschiedene Sportarten schnuppern - und dabei ihren Spaß an Bewegung entdecken. Von Dorian Audersch

Mit schnellen Schritten nimmt Niko Funcke Anlauf. Er steuert auf ein Hindernis zu, springt ab und gleitet über das Polster. Dann läuft er weiter - diesmal einem Stufenbarren entgegen, den er ebenso gekonnt hinter sich lässt. "Le Parcours" heißt die trendige Sportart aus Frankreich, die seit einigen Jahren mit spektakulären Videos im Internet auf sich aufmerksam macht. Dabei geht es um die möglichst schnelle und artistische Überwindung von Hindernissen im Großstadtdschungel. Niko und seinem Freund Elias Leuchkens reicht aber auch die Turnhalle der Bettinne-von-Arnim-Gesamtschule Langenfeld-Hilden. Im Rahmen der Aktionswoche "Sport statt Sucht" können Kinder und Jugendliche in der regulären Unterrichtszeit verschiedene Sportarten probieren. Leonardo Munoz schaut sich das Treiben der Schüler an und gibt Anweisungen. Er ist Übungsleiter bei der Sportgemeinschaft Langenfeld (SGL) für die Trendsportart.

Die Förderung motorischer Fähigkeiten, Spaß an Bewegung und Training des ganzen Körpers - für den 24-Jährigen ist klar, warum der artistische Hindernislauf gerade auch für Kinder gut geeignet ist. "Vom kleinen Finger bis zum kleinen Zeh wird alles beansprucht", meint er. Le Parcours sei daher eine Sportart, die jahrelanges Training erfordere, ehe man das ineinander greifende Abrollen, Springen oder Überwinden von Hecken, Mauern, Lücken beherrsche. "Wir sagen den Kindern natürlich auch, dass sie es nur unter Anleitung und in einer sicheren Halle machen sollen", betont der Übungsleiter.

Nebenan führt die Kampfkunstschule für Wing Tsjun Schüler in die Welt der asiatischen Selbstverteidigung. "Das ist gut für das Selbstbewusstsein und Körperbeherrschung sowie Disziplin werden ebenfalls geschult", sagt Trainerin Alina Wunderlich. Auch die Handballabteilung der SGL ist am Start - neben 15 weiteren Vereinen und Initiativen aus verschiedenen Richtungen.

"Es geht bei der Aktionswoche auch um die Vielseitigkeit der Bewegung", meint Jutta Leister-Tschakert, Sportlehrerin an der Gesamtschule und Koordinatorin der Woche, die in diesem Jahr zum 15. Mal läuft. Dabei stehe nicht nur die Prävention von Drogenkonsum im Vordergrund, sondern auch die Nachwuchsarbeit der Vereine. "Die Schüler erhalten einen Einblick in verschiedene Sportarten und gleichzeitig können die Sportler um Nachwuchs werben." Das sei eine klassische "Win-Win-Situation" für alle Beteiligten. "Deswegen versuchen wir auch jedes Jahr, ein möglichst vielseitiges Programm auf die Beine zu stellen."

Niko und Elias freut das Angebot jedenfalls. Die beiden Fünftklässer sind mit Elan dabei. "Das ist mal etwas anderes als Fußball und es macht mindestens genau so viel Spaß", findet Niko. "Wir können uns ein bisschen auspowern und außerdem ist es cool", ergänzt Elias. Annika Knudel (10) freut sich ebenfalls über das Handball-Angebot. Sie hat einen Info-Zettel der SGL mitgenommen - für später.

Quelle: RP
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