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Analyse
St. Jacobus bekommt einen Pfarr-Verweser

Hilden. Pfarrer Ulrich Hennes wechselt zum 18. Oktober als Stadtdechant nach Düsseldorf, Pfarrvikar Pfarrer Werhahn im August nach Eller. Der Erzbischof muss auch einen neuen Kreisdechanten ernennen. Von Christoph Schmidt

Erzbischof Kardinal Woelki hat Pastor Ulrich Hennes überraschend zum Stadtdechanten von Düsseldorf und Pfarrer an St. Lambertus ernannt. Hennes wird sein neues Amt zum 18. Oktober antreten.

Er war zugleich Dechant des Kreisdekanats Mettmann. Der Erzbischof muss also möglicherweise zwei wichtige Positionen neu besetzen. Zunächst wird ein Pfarrverweser für St. Jacobus Hilden und ein Stellvertreter für den Kreisdechanten ernannt, erläutert Sarah Meisenberg, Pressereferentin des Bistums Köln, das Verfahren.

St. Jacobus zählt zu den großen Pfarreien im Bistum. Das spricht dafür, dass der Erzbischof die Gemeinde wohl nicht einem "Anfänger" anvertrauen wird, sondern eher einem Pfarrer mit entsprechender Leitungserfahrung. Der Neue trifft in Hilden auf ein Pastoralteam, das sich erst neu finden muss. Denn auch Pfarrvikar Pfarrer Franz Maria Werhahn wechselt im August als Pfarrvikar nach St. Gertrud in Düsseldorf-Eller. Und Kaplan Klaus Heep tritt zum 15. August seine erste Kaplanstelle als Kaplan in der Pfarre Kreuzerhöhung in Wissen an.

Zum 1. Oktober kommt Diakon Michael Ruland nach Hilden. Er füllt die Stelle von Pater Tijo aus. Zum 15. August tritt Kaplan Stefan Mergler seine erste Planstelle in Hilden an. Johannes Kutter beginnt zum 15. Oktober seine dreijährige pastorale Ausbildungszeit in St. Jacobus. Pastoralreferent Robert Eiteneuer, der nur für zwei Jahre befristet in Hilden arbeiten sollte, bleibt nun dauerhaft in St. Jacobus - mit halber Stelle.

Diakon Thomas Wentz und die Pastoralreferenten Frank Göbel und Anne Billion vervollständigen das Pastoralteam.

Die Seelsorger hatten auch jetzt schon mit personellen Engpässen (Krankheit, Unterbesetzung) zu kämpfen. Deshalb dürfen Frank Göbel und Robert Eiteneuer vorübergehend bis zum 31. August auch Begräbnisfeiern leiten. Die Pastoralreferenten sollen nur dann beerdigen, wenn Priester und Diakone überlastet und verhindert sind. Diese Praxis ist in anderen Diözesen längst selbstverständlich. Die Begräbnisfeier ist kein Sakrament, sondern ein Wortgottesdienst und eine Segensfeier, für deren Leitung die sakramentale Weihe nicht erforderlich ist.

Neun Jahre war Ulrich Hennes Pfarrer in St. Jacobus. Durch die Doppelbelastung als Dechant und Kreisdechant (drei Jahre lang) mussten Gemeindemitglieder notgedrungen häufiger auf die Anwesenheit "ihres" Pastors bei Festen und Feiern verzichten.

Jetzt wird Erzbischof Kardinal Woelki einen neuen Pfarrer für St. Jacobus bestellen. Bei der Ernennung von Hennes war zu beobachten, dass Woelki Wert darauf legt, kirchliche Gremien nicht zu übergehen, wie das sein Vorgänger schon mal gerne tat (der Bischof ist in seiner Entscheidung frei und nicht an das Votum der Gremien gebunden).

Quelle: RP
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