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Hilden
Stadspitze sucht Ideen für den Park

Hilden: Stadspitze sucht Ideen für den Park
Bürgermeisterin Birgit Alkenings, Planerin Silke der Rode vom Büro Dr. Jansen und Baudezernentin Rita Hoff (von links) FOTO: Staschik, Olaf (ola)
Hilden. Die Grünanlage soll schöner werden. Dazu lädt die Stadt alle Bürger für Dienstag, 5. Mai, zu einem Workshop ein. Von Alexandra Rüttgen

Elisabeth Hutter muss nicht lange überlegen. "Mir gefällt der Stadtpark so, wie er ist", sagt die Hildenerin, die mit ihrem Mann durch die Grünanlage flaniert. Doch dann schaut sie sich um. "Vielleicht sollten noch mehr Bänke aufgestellt werden", regt sie an. Sebastian Wurl stimmt zu. Er verbringt seine Mittagspause in der wärmenden Sonne und beißt gerade herzhaft in einen Döner. "Neuere Bänke" sollten im Hildener Stadtpark aufgestellt werden, findet der 24-Jährige, und weist dabei auf die abblätternde Farbe seiner Sitzgelegenheit.

Diese und viele weitere Stimmen finden schon bald Gehör: Die Stadtverwaltung lädt alle Hildener dazu ein, während eines Workshops Ideen zu sammeln, wie der Stadtpark verschönert werden kann. Bürgermeisterin Birgit Alkenings und ihr Team stellten das Konzept gestern vor. Darum geht es:

Um welches Projekt handelt es sich? Das Projekt ist Bestandteil des Integrierten Handlungskonzepts, das 2013 unter Bürgerbeteiligung startete. Damals wurde abgefragt, welche Orte in Hilden einer Überarbeitung bedürfen. Dabei wurde auch der Stadtpark genannt. Seine Umgestaltung ist eine von elf Maßnahmen des Handlungskonzeptes, dessen erster Bestandteil - die Umgestaltung des Kreuzungsbereichs Robert-Gies-Straße und Schulstraße - im Juni umgesetzt wird.

Was ist nun zu tun? Jetzt sind die Planungen schon ein gutes Stück weiter. Handlungsbedarf sieht die Verwaltung zum einen bei der Gestaltung des 31 000 Quadratmeter großen Geländes. Dazu der Leiter des Grünflächenamts, Harald Mittmann: Ob Beleuchtung oder Möblierung - "das, was heute da draußen steht, ist 40 Jahre alt. Und das sieht man auch." Zum anderen sollen auch die Zugänge zum Park attraktiver und vor allem barrierefrei gestaltet werden, betonte die technische Beigeordnete Rita Hoff.

Wie kann sich der Bürger einbringen? Wie genau sollen die Zugänge aussehen? Was fehlt im Park? Diese Fragen sollen Bürger beantworten. Sie sind für den 5. Mai zu einer Ideensammlung aufgefordert.

Was passiert mit den Ideen? Planungsbüros gießen die Anregungen in drei Vorentwürfe, zu denen sich die Bürger äußern können. Diese Versammlung ist für den 2. Juni vorgesehen. Am 15. Juni sollen die ausgefeilten Entwürfe präsentiert und unter Bürgerbeteiligung abgesegnet werden. Der Umweltausschuss wird schließlich am 27. August die Weichen stellen.

Wann werden die Ideen umgesetzt? Die bauliche Umsetzung erfolgt voraussichtlich 2017, berichtet Rita Hoff.

Ursula Schönrock findet es gut, dass die Grünanlage überarbeitet wird, denn eigentlich findet sie sie "sehr schön", sagt die Hildenerin, während sie durch den Park geht. "Es müsste nur mehr Aufenthaltsmöglichkeiten für ältere Kinder und Jugendliche geben", sagt die 63-Jährige. Und während sie das erzählt, lässt eine Frau mitten auf der Wiese ihren Schäferhund ein großes Geschäft verrichten und zieht davon - ohne das Häufchen zu entsorgen. "Empörend", sagt Ursula Schönrock. Es bleibt noch viel zu tun.

Quelle: RP
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