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Hilden
Stadt baut neues Oberstufenzentrum

Hilden: Stadt baut neues Oberstufenzentrum
Das Oberstufenzentrum des Helmholtz-Gymnasiums ist im sogenannten Kocks-Gebäude (im Bild) untergebracht. Das Haus ist 59 Jahre alt und völlig marode. FOTO: Christoph Schmidt
Hilden. Das Helmholtz-Gymnasium erhält einen Ersatzbau für 3,7 Millionen Euro, den auch die Sekundarschule nutzt. Von Christoph Schmidt

Gut zehn Jahre ist über das so genannte Kocks-Gebäude diskutiert worden. Am Ende waren sich jetzt aber alle Fraktionen im Stadtrat überraschend einig. Das Oberstufenzentrum des Helmholtz-Gymnasiums wird abgerissen und durch einen Neubau an anderer Stelle für rund 3,7 Millionen Euro ersetzt, beschloss der Schulausschuss. Das neue Gebäude kann bei Bedarf angebaut oder aufgestockt werden und soll auch von der benachbarten Marie-Colinet-Sekundarschule sowie der Jugendförderung genutzt werden. Die Leiterin des Helmholtz-Gymnasiums, Barbara Krieger, bedankte sich sehr für das einstimmige Votum: "Der Zustand des Oberstufenzentrums liegt uns schwer im Magen." Das 59 Jahre alte Gebäude hat seine Nutzungsdauer längst überschritten und ist entsprechend marode. Die Baustoffe in Wand und Decke dünsten aus. "Das ist zwar nicht schädlich", so Ralf Scheib, Leiter des Amts für Gebäudemanagement: "Die Luft in den Räumen ist aber äußerst unangenehm und Lüftungsmöglichkeiten sind gleichzeitig sehr eingeschränkt."

Nur die schlichte Erhaltung des Gebäudes (das undichte Dach wird repariert, die Fenster ausgetauscht) hätte bereits 1,5 bis 1,7 Millionen Euro gekostet, hatte Scheib vorgerechnet. Eine weitergehende Sanierung würde 2,5 bis drei Millionen Euro verschlingen. Wegen der Statik müssten die Klassenräume so bleiben, wie sie sind. Und an der Geruchsbelästigung würde sich nichts ändern. Ein Neubau ist die wirtschaftlichste Lösung. Er würde rund 3,726 Millionen Euro kosten, hat die Verwaltung überschlagen. Wenn der Neubau an anderer Stelle entsteht, könnte das alte Oberstufenzentrum bis zur Fertigstellung weiter genutzt werden. Dadurch ließen sich rund 480.000 Euro für Klassen-Container während der Bauzeit sparen. Der Neubau wird so konzipiert, dass bei Bedarf angebaut und aufgestockt werden kann. Das könnte möglicherweise nötig werden, wenn das Helmholtz-Gymnasium zum Abitur nach neun Jahren (heute acht) zurückkehrt. Die neue schwarz-gelbe Landesregierung will die Oberschulen selbst entscheiden lassen. Die Nachrüstung bei einer G9-Entscheidung würde pro Klasse rund 250.000 Euro kosten.

Der Neubau soll auch von der benachbarten Marie-Colinet-Sekundarschule und von der städtischen Jugendförderung mitbenutzt werden. Schule, Schüler und Eltern werden bei den Planungen mit einbezogen, sagte die Verwaltung zu. Ein Standort für den Neubau steht noch nicht fest, so Gebäudemanager Ralf Scheib. Platz genug ist auf dem Bildungscampus Holterhöfchen aber vorhanden.

Und so sieht der Fahrplan aus. Nach dem politischen Beschluss wird die Verwaltung jetzt für den nächsten Haushalt Planungskosten beantragen. Damit werden sogenannte §14-Unterlagen mit detaillierten Plänen und Kostenschätzungen erarbeitet. Wenn die Politik diese Unterlagen Anfang 2018 beschließt, könnte noch im Sommer 2018 mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Diese werden 1,5 bis zwei Jahre dauern. Das neue Oberstufenzentrum wäre also 2020/2021 bezugsfertig. So lange müssen sich Schüler und Lehrer noch gedulden.

Quelle: RP
 
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