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Hilden
Stadt zeigt neue Wohncontainer

Hilden. Zu Nikolaus ziehen die ersten Geflüchteten in den Modulbau "am Breddert". Zuvor haben Nachbarn und Interessierte die Möglichkeit, hinter die Fassade zu schauen. Am Samstag, 3. Dezember, führen die Mitarbeiter des Amtes für Soziales und Integration von 11 bis 14 Uhr Besucher in kleinen Gruppen durch die Unterkunft. Jede Tour dauert etwa zehn Minuten. Die Anmeldung erfolgt direkt am Ort.

Die erste Ausschreibung Wohncontainer war an eine Firma aus Dubai gegangen, die angeblich pleite ist und nicht liefern kann - nach der Zahlung von fast 250.000 Euro durch die Stadt. Vor Gericht hat Hilden zwar einen "Schuldschein" erwirkt, der nützt nur nichts. Wie es dazu kommen konnte und warum das Geld nicht über eine übliche Bürgschaft abgesichert wurde, ist noch zu klären. Wir berichten.

"Am Breddert stehen jedem Bewohner sechs bis sieben Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung", erklärt Flüchtlingsbeauftrage Michaela Neisser. "Das ist in NRW Standard. Aber die wenigsten Menschen können sich vorstellen, was das heißt." Neisser: "Bei einer ähnlichen Veranstaltung am Modulbau Schalbruch sind fast 500 Bürger gekommen." Deshalb will die Stadt auch im Süden die kurze Zeit zwischen der Fertigstellung und dem Bezug nutzen, um alles von innen zu zeigen. "Sobald in den Unterkünften die ersten Menschen leben, haben Sicherheit und Persönlichkeitsschutz Priorität", unterstreicht Neisser. Das ist bereits ab dem 6. Dezember der Fall. Anschließend werden die 200 Plätze nach und nach belegt. Die Stadt hält dabei an ihrem Konzept fest und setzt auf Mischbelegung. "Das Verhältnis von Familien, jungen und alten Alleinreisenden ist in allen städtischen Unterkünften ausgeglichen."

Das Land NRW hat Ende September seine Erstaufnahmeeinrichtung in der ehemaligen Schweitzer-Schule aufgelöst. Die 350 Plätze wurden Hilden bei der Verteilung von Geflüchteten bisher angerechnet.

(RP/gök)
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