| 00.00 Uhr

Stadtranderholung
100 Kinder feiern zum Abschluss ein Fest

Hilden. Die Haaner Stadtranderholung ist eine Institution. Rund 200 Kinder nehmen in 2 x 3 Wochen daran teil und bekommen ganz viel geboten. Martha (9) aus Erkrath zählt auf: "Wasser-Wunderland, H2O, Apfeltausch in der Stadt gegen Bälle, Gummibärchen..." Auch eine Fahrt ins Phantasialand ist Bestandteil des Ferienprogramms der Stadt und Zelten im Brexbachtal. Martha ist schon in Gedanken bei ihrem Auftritt: Alle Kinder stehen beim Abschlussfest auf der Bühne.

Sie tanzen, singen oder sind Akrobaten, so wie Martha. "Ich mache Spagat, eine Brücke und eine Kerze" erzählt das Mädchen mit dem selbst bemalten T-Shirt. Es wurde ebenfalls während der Stadtranderholung hergestellt. Martha ist ein alter Hase; sie ist bereits "zum dritten oder vierten Mal dabei" und trifft in Haan sowohl Mitschüler, als auch Freunde von früheren Ferienpartys. Dieses Jahr fand die große Kinderbespaßung zum ersten Mal auf dem Gelände der Hauptschule vor dem Neubau statt.

Jugendrefernet Peter Burek sieht darin nur Vorteile: "Wir können die Mensa nutzen, haben Räume für Teambesprechungen mit Computern und einen Schulhof samt Klettergerüst. Außerdem sei der Schulhof besser für Hofspiele geeignet, als der vom Gymnasium." Die Kinder im Alter von 6 bis 16 Jahren werden jeweils mit Kindern ihres Alters zusammengetan. Insgesamt 50 Betreuer, darunter viele Springer, haben sich während der Ferien um 200 Kinder gekümmert.

Auf dem Abschlussfest gibt es Fruchtcocktails, Fruchtspieße, Hotdogs sowie selbst gebackenen Kuchen. Eltern und Großeltern haben das Gebäck gespendet und dürfen mitfeiern. Geschwisterkinder natürlich auch. Es wird um Spenden für den Haaner Kinderkarneval gebeten. Peter Burek schwärmt von der Stadtranderholung, weil sie "so sozial ist: Die Eltern zahlen zwischen Null und 300 Euro pro Kind, je nach Einkommen.

" Dadurch ermöglichten es die gut Situierten den finanziell Schwachen, daran teilzunehmen und Ausflüge mitmachen zu können, die ihnen ihre Eltern nie bezahlen könnten: "Der Ausflug einer vierköpfigen Familie ins Phantasialand kostet nur an Eintrittsgeldern etwa 200 Euro", rechnet der Jugendförderer vor. Da kann sich der 9-jährige Orshikh aus der Flüchtlingsunterkunft Ellscheider Straße freuen.

Er hat all diese Ausflüge mitgemacht und Martha bescheinigt ihrem Gruppenmitglied: "Der spricht schon gut Deutsch." Aus welchem Land er kommt, weiß sie nicht. Ist auch nicht wichtig für die Kinder.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Stadtranderholung: 100 Kinder feiern zum Abschluss ein Fest


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.