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25 Jahre Elektro Jordan
Abschleppdienst lieferte damals die Geschäftsidee

Hilden. Burkhard Jordan war 27 Jahre jung, als er sich im Gewerbepark Süd an der Hofstraße selbstständig machte. Der junge Elektroinstallateuermeister hatte eine zündende Geschäftsidee. "Während des Studiums hatte ich bei einem Abschleppdienst in Düsseldorf gejobbt", erzählt der heute 52-Jährige: "Die hatten einen 24-Stunden-Bereitschaft. Die Kunden riefen in einer Zentrale an. Die Mitarbeiter wurden über einen Pieper alarmiert, riefen ebenfalls in der Zentrale an und erfuhren dort, wohin sie fahren mussten." Das sei ein sehr lukratives Geschäft gewesen. Jordan beschloss, das Prinzip auf das Handwerk zu übertragen. Er kaufte sich ein Mobiltelefon, das damals gerade auf den Markt kam: "Es hat sage und schreibe 15.000 Mark gekostet und wog sieben Kilogramm. Die Gesprächsminute schlug mit 1,89 Euro zu Buche." Der Hildener Jungunternehmer konnte damit die Firma Bast überzeugen - und übernahm den Notdienst für deren 52.000 Wohnungen. Was für ein Start!

Jetzt hat sich der Meisterbetrieb schon 25 Jahre am Markt behauptet. Dazu gratulierte gestern auch Obermeister Rainer Uhl für die Elektro-Innung und die Handwerkskammer Düsseldorf. Jordan ist auch im Vorstand der Elektro-Innung ehrenamtlich aktiv und engagiert sich seit 2011 auch im Gesellenprüfungsausschuss. Heute beschäftigt Elektro Jordan sechs Mitarbeiter und einen Auszubildenden. Er würde auf der Stelle zwei weitere (und einen Lehrling) einstellen, weil die Auftragslage "hervorragend" ist: "Es wird viel gebaut und investiert." Allein gute Mitarbeiter, die auch etwas können, sind Mangelware. Dabei sind die Verdienstmöglichkeiten so gut wie nie: "Gute Mitarbeiter gehen mit bis zu 3800 Euro brutto nach Hause." Der Hildener Betrieb hat mehrere Schwerpunkte. "Smarthome" oder vernetzte Gebäudetechnik ist ein Megatrend. Per Smartphone kann man die Heizung, die Rollläden oder das Licht zu Hause von unterwegs steuern oder sehen, wer gerade versucht, sich Zutritt verschaffen. "Es gibt kaum etwas, was man sich nicht vorstellen kann", meint Jordan: "Etwa einen Bewegungsmelder unter dem Bett. Viele Ältere müssen nachts raus. Wenn sie den Fuß auf den Boden stellen, geht automatisch ein Nachtlicht an und sie können sich orientieren." Die technische Entwicklung ist rasant. "Unsere Chance als Handwerker ist es, diese Systeme so einzurichten, dass auch ältere Kunden damit zurechtkommen", ist Obermeister Rainer Uhl überzeugt. Das kann Burkhard Jordan nur bestätigen: "Eine alte Kundin (78) aus Düsseldorf hatte sich ein Haus auf Sylt gebaut. Nach der ersten Nacht dort rief sie mich verzweifelt an: Sie müssen kommen. Nichts funktioniert." Was war geschehen? Der Architekt hatte jede Menge wunderschöner Schalter installieren lassen - ohne Beschriftung. Die alte Dame war schlicht überfordert. Burkhard Jordan veränderte die Schaltung so, dass die Seniorin damit einfacher zurecht kam. Vielleicht ist das auch der Grund, warum das kleine Hildener Unternehmen auch deutsche Kunden in Monaco oder Mallorca bedient. Elektro Jordan arbeitet eng mit "Licht und Raum" in Düsseldorf zusammen, einem der renommiertesten Lichthäuser Nordrhein-Westfalens. Dort gibt es ausgefallene und schicke Lampen und Leuchten. Jordan sorgt dafür, dass sie auch funktionieren: "Beide Unternehmen haben Synergien für sich entdeckt."

Seine Kunden besucht der Handwerksunternehmer im Elektro-Smart. Das ist nicht nur umweltschonend, sondern auch clever. In vielen Städten gibt es inzwischen Elektrotankstellen. Dort kann man parken und tanken - beides meist kostenfrei. Und diese Parkplätze sind praktisch immer frei.

Quelle: RP
 
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